Neue Geschäftsideen aus dem 400 Jahre alten Stall

Wettbewerb - Office of the Year Award: Ein modernes Büro entwächst einem alten Stall: ein Beitrag beim Office of the Year Award.

Rustikal und urig trifft auf nachhaltig und regional: das Büro der Hirter Brauerei im früheren Stall.
Rustikal und urig trifft auf nachhaltig und regional: das Büro der Hirter Brauerei im früheren Stall.
Rustikal und urig trifft auf nachhaltig und regional: das Büro der Hirter Brauerei im früheren Stall. – s k a p e architects

Warum sollen wir jetzt in den Stall?“ Die Mitarbeiter der Kärntner Privatbrauerei Hirt staunten, als sie von den Umbauplänen erfuhren. Auf dem Brauereigelände befindet sich nämlich ein 400 Jahre alter Stall, der in den vergangenen Jahren nur noch als Lager und Werkstätte genutzt worden war. „Diese große ungenutzte Fläche im Herzen der Brauerei hat uns sofort fasziniert“, erinnert sich der für den Umbau verantwortliche Architekt Stefan Kogler von Skape Architects. Der ursprüngliche Plan eines Zu- oder Neubaus für Büroflächen wurde daher wieder verworfen.

Altes Holz wiederverwendet
„Hier, in die ehemaligen Stallungen, passt das Büro perfekt hin: rustikal und urig, mit modernen Elementen“, meint Kogler. Mit diesen Attributen will man beim heurigen Wettbewerb zur Wahl des Office of the Year, durchgeführt vom Immobilienspezialisten CBRE, punkten. Mit der Planung der Revitalisierung wurde Anfang 2014 begonnen. Die brachliegenden Flächen im Obergeschoß und Dachgeschoß des Stadls wurden in lichtdurchflutete Büroräumlichkeiten verwandelt. „Die ethischen Grundsätze wie Nachhaltigkeit und Regionalität, auf die auch die Brauerei setzt, haben wir beim Umbau berücksichtigt“, erklärt der Architekt. Bestes Beispiel dafür: Das alte Holz des Stadls wurde nicht entsorgt, sondern für die meisten Einbauten wiederverwendet.

Neben dem Holz ist Naturstein vorherrschendes Element des Bauernstadls. „Bei bestehenden Objekten muss man mit Sorgfalt vorgehen und die Substanz erhalten. Die größte Herausforderung ist die Verbindung der jahrhundertealten Bausubstanz mit den modernen Anforderungen der heutigen Arbeitswelt“, meint Kogler.

Für ein arbeitsgerechtes Belichtungskonzept wurde eine Tageslichtevaluierung durchgeführt. Das kalte Brauwasser wird zur Kühlung des Büros, die Abwärme der Brauereihitze für seine Fußbodenheizung genutzt.

s k a p e architects


Flächen für den Austausch
Im neuen Büro begeistert auch die Bierathek: Hier können die Mitarbeiter nach Arbeitsende die hauseigenen Biere verkosten, außerdem bildet das Dach der Bierathek eine weitläufige Terrasse, die von allen Büroräumlichkeiten aus begehbar ist. „Während einer Pause kann hier jeder kurz ins Freie“, sagt Kogler.

Die Teeküche direkt am Gang ist ebenso ein Treffpunkt, im Sozialraum mit Küche bleibt man oft noch nach Ende des Arbeitstages bei einem Bier zusammen.

Der Wettbewerb Office of the Year ist eine Medienkooperation von der „Presse“ und CBRE und erfolgt mit finanzieller Unterstützung von CBRE. www.awards.cbre.at

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