Häuslbauer schaffen Wohnraum im Dachgeschoß

Studie: Bei einer Sanierungsentscheidung spielt der Dachgeschoßausbau eine große Rolle.

René Løkkegaard Jepsen/VELUX

Was sind die wesentlichen Motive für Sanierungsmaßnahmen der österreichischen Häuslbauer? Dieser Frage ist eine aktuelle Umfrage des Market Instituts im Auftrag der Plattform Dachdivisionen auf den Grund gegangen und hat dabei durchaus interessante Details zutage gefördert. Neben offensichtlichen Gründen wie der Erneuerung kaputter Teile, dem Wunsch nach optischer Veränderung oder Verbesserungsmaßnahmen an der alten Bausubstanz, sticht ein Argument besonders ins Auge: der Bedarf an mehr Wohnraum. Für 30 Prozent spielt dieser eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung für Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten.

Heimeliger Rückzugsort

Grundsätzlich verteilen sich die Renovierungsarbeiten, die in Österreich Jahr für Jahr durchgeführt werden, auf das ganze Haus. Neben kleineren Projekten wie dem Einsetzen neuer Fenster oder Malerarbeiten nannten die Befragten ein umfassenderes Bauvorhaben jedoch überdurchschnittlich oft: den Dachgeschoßausbau. Mehr als ein Viertel (27 Prozent) der Sanierer und Renovierer will einen solchen demnächst realisieren oder hat das kürzlich getan.

Mit 47 Prozent entscheidet sich fast die Hälfte der Sanierer dafür, das Dachgeschoß auszubauen und so mehr Platz in den eigenen vier Wänden zu schaffen. Dahinter folgen der Zubau zum bestehenden Haus (32 Prozent), der Ausbau des Kellers (10 Prozent), ein Neubau (5 Prozent) sowie Sonstiges (14 Prozent).

„In einem modern ausgebauten Dachgeschoß herrscht ein sehr gutes Raumklima, es kann daher ideal als Wohnraum genutzt werden. Durch seinen Aufbau lässt es sich zudem besonders individuell gestalten – als offenes, helles Loft ebenso wie als heimeliger Rückzugsort“, erläutert Alfred Steingress, Sprecher der Plattform Dachvisionen.

Vom Schlafzimmer bis zur Wellnessoase

Die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten des Dachgeschoßes spiegeln sich auch in dessen Nutzung wider. Am häufigsten richten die Österreicherinnen und Österreicher nach dem Ausbau Schlaf- oder Kinderzimmer (47 Prozent) ein, auch Freizeit-, Hobby- und Fitnessräume (42 Prozent) finden dort oft Platz. An dritter Stelle folgt mit 36 Prozent die Nutzung als Arbeitszimmer, knapp ein Viertel (24 Prozent) richtet sich ein Badezimmer und WC ein. Überraschend: 12 Prozent nutzen den neu geschaffenen Wohnraum zur Entspannung und richten sich einen Wellnessbereich mit Sauna ein.

Für die Häuslbauer-Studie wurden 1.033 Bauinvolvierte (527 Häuslbauer, 506 Renovierer/Sanierer) aus ganz Österreich zu unterschiedlichen Themen rund um das Hausbauen befragt. Umgesetzt wurde die Studie durch das Market Institut im Zeitraum zwischen 3. August und 5. September 2017 durch eine Kombination aus Face-to-Face und Online Interviews.

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