Re/Max-Studie

Österreich: Wohnungsmarkt legt zu

Laut Immobilien-Netzwerk Re/Max gibt es heuer zum vierten Mal in Folge neue Rekord-Verkaufszahlen - allerdings mit moderatem Mengen-Wachstum von vier Prozent und stabilen Preisen von plus einem Prozent.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Der Austria ImmoSpiegel zeigt auf, dass im ersten Halbjahr 2018 im österreichischen Grundbuch 26.166 Wohnungsverkäufe verbüchert wurden: um +1006 Einheiten (+0,8%) mehr als im Vergleichszeitraum 2017 und mehr als doppelt so viele wie noch im Jahr 2013 (13.066). Der Gegenwert der ver- und gekauften Wohnungen im ersten Halbjahr 2018 betrug 5,54 Mrd. Euro und damit um +4,8 Prozent mehr als 2017.

Der Wertanteil des Wohnungsmarktes am Gesamt-Immobilienmarkt ist damit nach dem Höhenflug 2017 (38,2%) wieder knapp über das Niveau von 2016 auf 35,5 Prozent gesunken.

Allzeit-Rekord

All diese Zahlen hat Re/Max Austria Statistik auf Basis aller in den amtlichen Grundbüchern im ersten Halbjahr 2018 in Österreich durchgeführten Verbücherungen berechnet. IMMOunited, die Experten für Immobiliendaten, haben die Daten ausgelesen und als Kaufvertragssammlung bereitgestellt. Die Re/Max-Berechnungen enthalten im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen die Gesamtheit aller tatsächlichen Immobilien-Transaktionen in Österreich.

„Zum vierten Mal in Folge erleben wir einen neuen Allzeit-Rekord am Wohnungsmarkt. Auch wenn das Wachstum nur halb so groß war wie 2016 und 2017, das Niveau der Marktaktivitäten ist weiterhin beachtlich. Mit ein Grund dafür ist natürlich, dass Wohnungseigentum als Anlageform bzw. Pensionsvorsorge weiterhin sehr beliebt ist, aber auch die höhere Mobilität der Bewohner und damit der raschere Kauf und Verkauf - gerade von kleineren Einheiten - tragen ihren Teil dazu bei“, sagt der Geschäftsführer von Re/Max Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA.

Kleine Preissteigerungen

Die Preise für Eigentumswohnungen sind im Jahresvergleich im ersten Halbjahr 2018 von 190.603 Euro auf 192.475 Euro gestiegen, dies entspricht einer Preissteigerung von +1,0 Prozent. Dies ist insofern bemerkenswert, als dies weniger als die Inflationsrate im selben Zeitraum (+2,0%) und spürbar weniger als die Baukostenindex-Steigerung laut ÖStat (+3,7%) ist.
“Die Preissteigerungen sind im Vergleich zu den Vorjahren ungewöhnlich niedrig. Sie resultieren aus nahezu konstanten Quadratmeterpreisen und nicht etwa aus kleineren Wohnungsgrößen. Die Durchschnittswohnflächen sind seit 2015 mit knapp über 66 Quadratmetern beinahe konstant. Preisdämpfend wirkt sicherlich auch der heuer etwas geringere Anteil an Erstbezugswohnungen“, erklärt Anton Nenning von Re/Max Austria.

Die typischen Quadratmeterpreise sind in Österreich durchschnittlich von 3045 Euro (Halbjahr 2017) auf 3059 Euro (Halbjahr 2018) gestiegen.

remax.at/presse/immospiegel

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