Pritzker-Preis für Architektur geht an Arata Isozaki

Der Japaner, der etwa das Olympia-Stadion in Barcelona und das Museum of Contemporary Art in Los Angeles entworfen hat, bekommt den renommierten, mit 100.000 Dollar dotierten Preis.

Arata Isozaki gewinnt den bedeutenden Pritzker-Architekturpreis.
Arata Isozaki gewinnt den bedeutenden Pritzker-Architekturpreis.
Arata Isozaki gewinnt den bedeutenden Pritzker-Architekturpreis. – APA/AFP/GIUSEPPE CACACE

Der 87-jährige Architekt Arata Isozaki hat den diesjährigen Pritzker-Preis und damit die höchste Auszeichnung für Architektur gewonnen. Mit seinen "frischen" Bauten, die "stilistischen Kategorien trotzen", sei der Japaner niemals Trends gefolgt, sondern stets seinem eigenen Weg, schrieb die Jury in ihrer am Dienstag veröffentlichten Entscheidung.

Isozaki sei "ein vielseitiger, maßgebender und wahrhaft internationaler Architekt". Mit seinem vorausschauenden Denken gelte er als Visionär seiner Generation, so die Jury.

Als einer der ersten Japaner hat Isozaki außerhalb Japans gebaut. Und das in einer Zeit, in der westliche Gesellschaften eher den Osten beeinflussten als umgekehrt, sagte Tom Pritzker, Vorsitzender der Hyatt Foundation. Die Stiftung mit Sitz in Chicago steht hinter dem mit 100.000 Dollar (88.000 Euro) dotierten Preis.

Isozaki stammt aus Oita auf der Insel Kyushu im Südwesten Japans. Frühe Erfolge hatte er während der Besatzung der Alliierten nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Er half in den 1980er-Jahren, japanisches Design nach Europa und in die USA zu exportieren. Teil seiner Methode ist das japanische Konzept "Ma", das sich etwa als Zwischenraum, Pause oder Öffnung in Bau und Design verstehen lässt. Seine Modernismus-Bauten wirkten "geometrisch simpel", steckten aber voller "Theorie und Zweck", hieß es in der Mitteilung zum Preis.

Los Angeles, Barcelona, Turin, Berlin

Zu den bekanntesten Bauten Isozakis zählen das Museum of Contemporary Art in Los Angeles, das Olympische Stadion in Barcelona und das Eishockey-Stadion im italienischen Turin. Am Potsdamer Platz in Berlin baute Isozaki, der weltweit mehr als hundert Bauprojekte umgesetzt hat, mit weiteren Architekten die Daimler-Benz-Hochhäuser.

Mit der renommierten, seit 1979 verliehenen Auszeichnung stellt sich Isozaki in eine lange Reihe renommierter Vorhänger. Dazu gehören etwa Zaha Hadid, Rem Koolhaas, Norman Foster oder Hans Hollein. Vergangenes Jahr gewann den Pritzker-Preis der Inder Balkrishna Doshi.

(APA/dpa)

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