Studie: Akademiker nutzen öfter Immobilienmakler

34 Prozent der Österreicher nahm zumindest einmal die Dienste eines Maklers in Anspruch. Der Bildungsgrad der Kunden ist dabei entscheidend.

Pixabay

34 Prozent der Österreicher haben zumindest einmal einen Immobilienmakler beauftragt. Jeder zehnte Befragte berichtete, dass er bereits zweimal oder öfter einen Makler engagierte. Das geht aus einer repräsentativen Studie des Market Institut Linz hervor. Dabei stellt sich heuer klar heraus, dass sich die Maklerbranche generell über mehr Zuspruch als je zuvor freuen kann. „Interessant dabei ist, dass in allen Bundesländern, Wohnortgrößen und in allen Altersgruppen die Maklernutzung zunimmt“, erklärte Birgit Starmayer, Studienverantwortliche von Market.

Als wichtigstes Motiv, warum Verkäufer oder Vermieter einen Makler beauftragen, wird der breitere Zugang zu vorgemerkten Kunden genannt (95 %). Dann folgen die genaue Kenntnis von Markt und Preisen vor Ort (94 %), die professionelle Beratung (91 %), die Bequemlichkeit (90 %), alles aus einer Hand (89 %), die Zeitersparnis (87 %) und die besseren Werbemöglichkeiten des Maklers (86 %). 

Digitalisierung

Galt vor einiger Zeit die Digitalisierung als „Makler-Jobkiller“, ist heute das Gegenteil der Fall: Neben dem Fachwissen und der Erfahrung ist auch der technische Background der Vermarktung wichtig, die von 360-Grad-Fotos bis zu Drohnenaufnahmen und Online-Terminbuchungen reichen.

Wohnortwechsel

Der Trend zu häufigeren Wohnortwechseln hält laut Studie an. In den nächsten 24 Monaten wollen acht Prozent der Befragten Immobilien kaufen und ebenso viele wollen mieten (in Summe: 16 %). Im Jahr 2013 lag dieser Wert noch bei neun Prozent.

Bildungsgrad

Die Inanspruchnahme eines Marklers hängt laut Studie vom Bildungsgrad ab: Während nur ein Viertel der Volks- und Hauptschulabgänger (25 %) jemals einen Makler beauftragt haben, waren es fast ein Drittel der Personen mit Fachschul- oder Lehrabschluss (32 %) und 35 % jener mit Matura. Im Bereich der Uni- und FH-Absolventen schnellt der Anteil derer, die sich eines Maklers bedient haben, auf knapp die Hälfte, nämlich auf 47 % hinauf. 

Auf die Frage „Kennen Sie einen Immobilienmakler und wenn ja, welchen?“ gaben 49 Prozent spontan Re/Max, 25 Prozent Sparkasse-Immobilien, S-Real und Realservice sowie 19 Prozent Raiffeisen Immobilien und Realtreuhand an. 

Markenbekanntheit

Bei der Wiedererkennung von Marken und Logos liegen Re/Max (77 %), Raiffeisen (71 %), Sparkasse (69 %) voran. Es folgen der Hausbesorger Attensam mit 34 Prozent, Oberbank und Volksbank mit jeweils 28 Prozent, ÖRAG (14 %), ERA mit elf Prozent, E&V (10), EHL und BIG (8) sowie der ÖVI mit sieben Prozent.

Drei Immobiliensuchseiten verfügen über eine Bekanntheit von 50 Prozent oder mehr: Willhaben.at (87), Immobilienscout24.at (68) und Remax.at (50).

 

Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      Studie: Akademiker nutzen öfter Immobilienmakler

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.