Internationaler Wettbwerb

Iconic Awards 2019: Gewinner stehen fest

Der internationale Wettbewerb des Rat für Formgebung prämiert die besten Architektur- und Designlösungen - die Preisträger werden am 7. Oktober in der Pinakothek der Moderne in München geehrt.

Das neue Rathaus in Freiburg.
Das neue Rathaus in Freiburg.
Das neue Rathaus in Freiburg. – Iconic Awards

Die mit jeweils 10.000 Euro dotierten Sonderpreise gehen an David Chipperfield Architects (»Architects of the Year«) und an Snarkitecture (»Interior Designers of the Year«). Der Ehrenpreis »Architects’ Client of the Year« wird an die Stadt Freiburg im Breisgau (Deutschland) verliehen.

Die Preisträger werden am 7. Oktober anlässlich der EXPO Real in München ausgezeichnet. Neben den Sonderpreisen zeichnet die Jury die besten Arbeiten in den Kategorien »Architecture«, »Interior«, »Product«, »Communication«, »Concept« und der übergeordneten Kategorie »Innovative Material« aus.

Sonderpreis »Architects of the Year«

Seit vielen Jahren überzeugt Chipperfield mit einer ikonischen architektonischen Qualität, die aus einer klaren, japanisch beeinflussten, minimalistischen Formensprache sowie einem souveränen Umgang mit Licht, Raum und Material resultiert, ein eigener, unverwechselbarer Stil, den der in London ansässige Architekt mit seinem Büro im Laufe der Jahre kontinuierlich weiterentwickelt hat. Allein mit vier seiner jüngsten im Jahr 2018 fertiggestellten Entwürfe – der spektakulären James-Simon-Galerie (Eingang der Museumsinsel Berlin), der Sanierung der Neuen Nationalgalerie Berlin, dem Hoxton Press (Wohnkomplex in London) oder dem geschichtlichen Naturkundemuseum Zhejiang (Anji, China) – hat David Chipperfield einmal mehr eindrucksvoll bewiesen, dass er zu den besten und einflussreichsten Architekten unserer Zeit gehört.

Snarkitecture: »Interior Designers of the Year«

2008 ins Leben gerufen, sorgte das von Daniel Arsham, Alex Mustone und Benjamin Porto geführte Kreativstudio Snarkitecture mit seinen außergewöhnlichen Installationen und Kunstobjekten von Beginn an für Aufsehen. Das Geheimnis ihres Erfolgs: eine kindliche Fantasie sowie eine unbekümmerte Lust am Absurden.

Store der Kette Kith-Los vpn Snarkitecture.
Store der Kette Kith-Los vpn Snarkitecture.
Store der Kette Kith-Los vpn Snarkitecture. – Iconic Awards

Nicht ohne Grund ist der Name Snarkitecture eine Anspielung auf Lewis Carolls Gedicht »The Hunting of the Snark«. Die Arbeiten des Studios sind nicht nur besonders, sie sind anders, nicht selten sogar schräg – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, wie der »schiefe« Slip Chair als Kunstobjekt zeigt. Zu den bekanntesten jüngsten Projekten gehören vier Laden-Interieurs der Streetware-Kette Kith Los Angeles, das Fun House, eine Installation im National Building Museum, Washington D.C und die Altered States: Caesarstone auf der Salone del Mobile 2018 in Mailand.

Ehrenpreis »Architects’ Client of the Year«

Seit Jahrzehnten verfolgt man in Freiburg konsequent den Wandel zur Green City, will bis 2030 die klimaschädlichen Emissionen um mindestens 50% senken und bis 2050 sogar komplett klimaneutral sein. In den vergangenen Jahren entstanden mit dem »Quartier Vauban« und dem »Rieselfeld« zwei völlig neue Stadtteile mit nachhaltigem Wohnraum für rd. 15.000 Menschen, wobei die Niedrigenergiebauweise für alle Häuser verpflichtend war.

Rathaus Freiburg Außenansicht.
Rathaus Freiburg Außenansicht.
Rathaus Freiburg Außenansicht. – Iconic Award

Weitere Beispiele für das nachhaltige Engagement der Stadt sind das Ende 2017 fertiggestellte Rathaus, das als erstes weltweit öffentliches »net surplus energy« Gebäude für Furore sorgte, die Ökostation, ein Umwelt-Bildungszentrum mit dem Ziel, die Bevölkerung für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren sowie das Leistungszentrum Nachhaltigkeit, eine Kooperation der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und den fünf Fraunhofer Instituten in Freiburg. In Freiburg hat man verstanden, dass Umweltpolitik, Solartechnik und Konzepte von Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu Triebfedern der wirtschaftlichen und städtebaulichen Entwicklung geworden sind. Dass auch die Bürger und Bürgerinnen hinter dem Prozess stehen, ist ein Zeichen dafür, dass die Politik über viele Jahre hinweg sehr viel richtig gemacht hat.

Rat für Formgebung

Der Rat für Formgebung zählt zu den weltweit führenden Kompetenzzentren für Kommunikation und Wissenstransfer im Bereich Design, Marke und Innovation. Seinem Stifterkreis gehören aktuell mehr als 300 Unternehmen an. Der Rat für Formgebung wurde 1953 auf Initiative des Deutschen Bundestages gegründet, um die Designkompetenz der deutschen Wirtschaft zu stärken. Seine vielseitigen Aktivitäten verfolgen ein Ziel: die nachhaltige Steigerung des Markenwerts durch den strategischen Einsatz von Design zu kommunizieren.

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