Vorsorgewohnungen für die "Babyboomer"-Generation

Wiener Privatbank bietet ein Pensionsmodell in Form von Vorsorgewohnungen an: Die Zielgruppe sind Firmenchefs kleiner und mittlerer Unternehmen. Vom Eigentümer geführte Betriebe könnten steuerliche Vorteile daraus ziehen.

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Wien - "In wenigen Jahren, wenn die Babyboomer-Generation in Pension geht, wird das System nur noch sehr schwer finanzierbar sein", sagt der Geschäftsführende Direktor der Wiener Privatbank, Helmut Hardt. Die Bank bietet seit kurzem ein Pensionsmodell, die "betriebliche Vorsorgewohnung", für die Chefs kleiner und mittlerer Unternehmen an. Bisher waren Vorsorgewohnungen nur für Private üblich. Kleine, vom Eigentümer geführte Betriebe könnten große steuerliche Vorteile daraus ziehen.

Das Unternehmen oder die GmbH investiert Gewinne in Wohnungen, die dem Chef Mieterträge bringen, mit denen er die Pensionszusagen erfüllen kann. Die Immobilie stelle einen bleibenden Wert dar, der obendrein laufend Erträge über die Mieteinnahmen liefere. Bei einer guten Wiener Wohnung werde die Inflation im Laufe der Jahrzehnte ausgeglichen, und der Wert werde erhalten, so der Kooperationspartner der Wiener Privatbank, Finanzdienstleister Andreas Novotny. Die Rendite einer klassischen Lebensversicherung wäre geringer als die jetzige Inflationsrate.

Die Steuervorteile im Detail:

Der Wohnungserwerb erfolgt zum Nettokaufpreis - der Investor erspart sich die Umsatzsteuer. Der Investitionsbetrag wird laut Novotny nicht durch Lohnnebenkosten und Sozialversicherungsbeiträge geschwächt. Des weiteren wirkten sich die Aufwendungen gewinnmindernd aus, wodurch wiederum niedrigere Gewinnsteuern zu zahlen seien. Zu einer weiteren Steuerersparnis komme es durch die Rückstellungen für die Pensionszusage. Mit einer betrieblichen Vorsorgewohnung kann der Unternehmer in guten Jahren laut Wiener Privatbank sehr flexibel reagieren - "wenn er ein gutes Jahr hat, sagt er sich eine Pension zu und kauft eine Wohnung", so Novotny. Bei diesem Pensionsmodell habe der Firmenchef bei Pensionsantritt das Immobilienvermögen und eine ewige Rente durch die indexierten Mieteinnahmen. Neben den Mieteinnahmen werde die Liquidität durch Wertpapiere gesichert, mit denen er anspare.

 

 

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