Finanzinvestor will Al Jaber-Hotels übernehmen

Das 149 Millionen Euro umfassende Kreditpaket soll in Eigenkapital umgewandelt werden, womit Petrus Advises die Mehrheit hätte.

Finanzinvestor will JaberHotels uebernehmen
Finanzinvestor will JaberHotels uebernehmen
GUENTER R. ARTINGER

Wien - Petrus Advisers, Finanzinvestor um den ehemaligen Goldman Sachs Österreich-Manager Klaus Umek, will die Wiener Hotels des saudischen Unternehmers Mohammed Bin Issa Al Jaber übernehmen, berichtet das "WirtschaftsBlatt". Dies solle indirekt durch den Aufkauf von Schulden und deren Umwandlung in Eigenkapital erfolgen.

Al Jaber ließ der Zeitung über einen Sprecher ausrichten: Ohne seine Zustimmung werde der Eigentümerwechsel schwierig und außerdem stehe die EWH (Anm. Erste Wiener Hotel AG) derzeit nicht zum Verkauf". Die EWH hält u.a. 100 Prozent am "Grand Hotel" und die Mehrheit an "The Ring" und am Hotel im Palais Schwarzenberg.

Hintergrundinfo:

Petrus Advisers sind eine Finanzgruppe, die im vergangenen Jahr die Kontrolle über den börsenotierten Althausdeveloper conwert übernommen haben und derzeit rund 18 Prozent halten. Die Advisers bündeln Investments vermögender Privatpersonen, u.a. von Strabag-Chef Hans-Peter Haselsteiner.

Laut "WirtschaftsBlatt" will die Gruppe vom deutschen Immobilienfinanzierer Eurohypo Anleihen im Wert von 149 Millionen Euro übernehmen (laut Al Jaber sind sie 250 Millionen Euro wert). Wiener Anwälte arbeiteten an "Optionen, die offenen Verbindlichkeiten der EWH bei Eurohypo zu kaufen und diese in Eigenkapital zu konvertieren", dass "dieser Vorgang nicht einfach wird, ist trotz der Turbulenzen rund um den Scheich auch den knallharten Investmentprofis bei Petrus bewusst", schreibt die Zeitung. Petrus habe aber nicht vor, den Scheich in den Deal einzubeziehen.

Ein weiterer Gläubiger der EWH ist die Bank Austria, die nach eigener Aussage Pfandrechte auf die Al Jaber Hotels "The Ring" und "Grand Hotel" hat und einen Exekutionsantrag stellen wird. Al Jaber sei Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 9 Millionen Euro nicht nachgekommen. (APA/red.)

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