Trends

Schwimmbecken

Was derzeit bei Wasserstellen in heimischen Gärten gefragt ist.

Living-Pool von Freiraum Gärtner von Eden

Österreichische Pools sorgen derzeit international für Beachtung: So setzte sich ein Living-Pool der oberösterreichischen Freiraum Gärtner von Eden beim heurigen Biotop-Design-Wettbewerb "Froschkönig" gegen 32 Mitbewerber aus dem In- und Ausland durch. Und sorgt dafür, dass die Titelseite des weltweiten Katalogs nicht etwa ein Objekt aus Australien oder einem Mittelmeerland ziert, sondern ein Schwimmbecken aus der Alpenrepublik.

(c) Alfred Arzt

Nullenergiepool von Biotop

Biotop-Gründer und österreichischer Naturpoolpionier Peter Petrich hat darüber hinaus im April den Ehrenpreis des Energy Globe in der Kategorie Wasser für seinen Nullenergiepool erhalten, der bereits seit Jahren ohne den Einsatz von Chemikalien auskommt. Er wird mit biologischen Filtern betrieben und gewinnt jetzt auch seinen gesamten Energiebedarf aus Solarzellen.

Biotop

Nullenergiepool von Biotop

Was bei einem Teil der Kundschaft auf große Begeisterung stößt, nämlich jenen, denen der Nachhaltigkeitsgedanke besonders am Herzen liegt – und diese werden zumindest bei Petrichs Unternehmen immer mehr. "Naturpools boomen regelrecht", berichtet er, "wir haben jetzt schon 1,5-mal so viele verkauft wie 2017."

Biotop

Nullenergiepool von Biotop

Wobei die Art des Pools nichts über dessen Stil aussagt, denn auch die solarbetriebenen und biogefilterten Anlagen gibt es in allen Stilrichtungen, vom völlig naturbelassen wirkenden Schwimmteich bis zum blau glitzernden Designerbecken in Edelstahl. "Das hängt zum einen vom Platz ab – auf dem Land wird man eher einen Schwimmteich bauen können als in der Stadt", so Petrich. Und zum anderen von der Architektur des dazu gehörenden Hauses und Grundes, "das muss miteinander korrespondieren".

Biotop

Pool von Kramer und Kramer

Heuer ganz besonders beliebt sind beispielsweise Glaselemente, wie Stefan Hinterhölzl, Landschaftsarchitekt bei Kramer und Kramer, berichtet. "Gerade bei Hanggrundstücken, wo der Pool über das Grundstück hinauskragt, wirken solche Glaselemente, durch die man schauen kann", so der Gartenplaner. Zumal dann, wenn die Wasseroberfläche plan mit dem umgebenden Belag ist und so den aus der Hotellerie bekannten Infinity-Effekt erzeugt, bei dem das Wasser optisch mit dem Horizont verschmilzt.

Kramer & Kramer

Living-Pool von Freiraum Gärtner von Eden

Dieser hohe Wasserstand mit Überlaufrinne sei überhaupt derzeit extrem gefragt, bestätigt Alexandra Zauner, Inhaberin von Freiraum Gärtner von Eden, und könne auch ohne Hanglage den Infinity-Effekt erzeugen, wenn es denn gewünscht ist: "Dann legt man das Überlaufbecken einfach 1,70 tiefer", berichtet sie von entsprechend umgesetzten Projekten. Ein ganz großes Thema des Jahres 2018 seien aber auch die sogenannten Flatzones, wie das, was man einst Seichtwasserbereich nannte, inzwischen ungleich mondäner heißt. Allerdings hat sich inzwischen nicht nur der Name verändert, sondern auch die Nutzung dieser "Pritschelbereiche".

(c) Alfred Arzt

Living-Pool von Freiraum Gärtner von Eden

Bei den Materialien steht je nach Budget und Geschmack immer noch Edelstahl mit Glaselementen ganz oben auf der Liste, die natürlich die teuerste Kombination bilden. Günstiger sind Polypropylen-Becken oder auch Folienlösungen, bei denen aber die Farbwahl eine gewichtige Rolle spielt. „Denn ein Chlorpool mit blitzblauer Folie schreit zum Himmel“, weiß Zauner um die No-Gos im Umgang mit den Farben. Um den sogenannten Malediven-Effekt zu erzielen, eigneten sich Folien in Grau- und Beigetönen, außerdem seien die Farben in den Living-Pools, in denen das Wasser biologisch gefiltert wird, besonders schön. "Das liegt daran, dass die im Wasser vorhandenen Mikroorganismen das Wasser noch einmal brechen", erklärt sie, "und das sieht einfach anders aus als bei einem Chlor- oder Salzwasserpool."

(c) Alfred Arzt

Pool von Kramer und Kramer

"Das ist wirklich eine Philosophie-Frage, wie viel Natur ich hören und fühlen möchte", sagt Hinterhölzl, "und es ist wichtig, diese vorab zu klären." So richtig viel Natur wollen die allerwenigsten, "dieses Segment ist wirklich sehr klein", weiß Zauner, "die Angst vor Wasserschlangen und Geräuschen ist meist viel größer als der Wunsch nach Natur". Wobei sich die biologische Reinigung des Wassers und ein klares Schwimmbecken ja schon lang nicht mehr ausschließen und die Regenerationszonen wahlweise gar nicht mehr sichtbar oder zumindest baulich absolut getrennt sind.

 

Kramer & Kramer

Pool von Kramer und Kramer

„Die meisten wollen separate Gestaltungselemente – eines zum Schwimmen und eines zum Schauen“, weiß Petrich um die Lösungen, bei denen der Seerosenteich neben dem Becken nicht nur für sauberes Wasser sorgt, sondern auch den optischen Hingucker neben dem Pool bildet.

Und damit eine weitere wichtige Aufgabe erfüllt, die den Pools heute zukommt: „Sie sind definitiv ein architektonisches Objekt, das beispielsweise als Bindeglied zwischen dem Innen und dem Außen dient – weshalb die Pools am besten schon bei der Hausbauphase mitgeplant werden sollten“, so Hinterhölzl.

(sma)

Kramer & Kramer
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Living-Pool von Freiraum Gärtner von Eden

Österreichische Pools sorgen derzeit international für Beachtung: So setzte sich ein Living-Pool der oberösterreichischen Freiraum Gärtner von Eden beim heurigen Biotop-Design-Wettbewerb "Froschkönig" gegen 32 Mitbewerber aus dem In- und Ausland durch. Und sorgt dafür, dass die Titelseite des weltweiten Katalogs nicht etwa ein Objekt aus Australien oder einem Mittelmeerland ziert, sondern ein Schwimmbecken aus der Alpenrepublik.

(c) Alfred Arzt

Nullenergiepool von Biotop

Biotop-Gründer und österreichischer Naturpoolpionier Peter Petrich hat darüber hinaus im April den Ehrenpreis des Energy Globe in der Kategorie Wasser für seinen Nullenergiepool erhalten, der bereits seit Jahren ohne den Einsatz von Chemikalien auskommt. Er wird mit biologischen Filtern betrieben und gewinnt jetzt auch seinen gesamten Energiebedarf aus Solarzellen.

Biotop

Nullenergiepool von Biotop

Was bei einem Teil der Kundschaft auf große Begeisterung stößt, nämlich jenen, denen der Nachhaltigkeitsgedanke besonders am Herzen liegt – und diese werden zumindest bei Petrichs Unternehmen immer mehr. "Naturpools boomen regelrecht", berichtet er, "wir haben jetzt schon 1,5-mal so viele verkauft wie 2017."

Biotop

Nullenergiepool von Biotop

Wobei die Art des Pools nichts über dessen Stil aussagt, denn auch die solarbetriebenen und biogefilterten Anlagen gibt es in allen Stilrichtungen, vom völlig naturbelassen wirkenden Schwimmteich bis zum blau glitzernden Designerbecken in Edelstahl. "Das hängt zum einen vom Platz ab – auf dem Land wird man eher einen Schwimmteich bauen können als in der Stadt", so Petrich. Und zum anderen von der Architektur des dazu gehörenden Hauses und Grundes, "das muss miteinander korrespondieren".

Biotop

Pool von Kramer und Kramer

Heuer ganz besonders beliebt sind beispielsweise Glaselemente, wie Stefan Hinterhölzl, Landschaftsarchitekt bei Kramer und Kramer, berichtet. "Gerade bei Hanggrundstücken, wo der Pool über das Grundstück hinauskragt, wirken solche Glaselemente, durch die man schauen kann", so der Gartenplaner. Zumal dann, wenn die Wasseroberfläche plan mit dem umgebenden Belag ist und so den aus der Hotellerie bekannten Infinity-Effekt erzeugt, bei dem das Wasser optisch mit dem Horizont verschmilzt.

Kramer & Kramer

Living-Pool von Freiraum Gärtner von Eden

Dieser hohe Wasserstand mit Überlaufrinne sei überhaupt derzeit extrem gefragt, bestätigt Alexandra Zauner, Inhaberin von Freiraum Gärtner von Eden, und könne auch ohne Hanglage den Infinity-Effekt erzeugen, wenn es denn gewünscht ist: "Dann legt man das Überlaufbecken einfach 1,70 tiefer", berichtet sie von entsprechend umgesetzten Projekten. Ein ganz großes Thema des Jahres 2018 seien aber auch die sogenannten Flatzones, wie das, was man einst Seichtwasserbereich nannte, inzwischen ungleich mondäner heißt. Allerdings hat sich inzwischen nicht nur der Name verändert, sondern auch die Nutzung dieser "Pritschelbereiche".

(c) Alfred Arzt

Living-Pool von Freiraum Gärtner von Eden

Bei den Materialien steht je nach Budget und Geschmack immer noch Edelstahl mit Glaselementen ganz oben auf der Liste, die natürlich die teuerste Kombination bilden. Günstiger sind Polypropylen-Becken oder auch Folienlösungen, bei denen aber die Farbwahl eine gewichtige Rolle spielt. „Denn ein Chlorpool mit blitzblauer Folie schreit zum Himmel“, weiß Zauner um die No-Gos im Umgang mit den Farben. Um den sogenannten Malediven-Effekt zu erzielen, eigneten sich Folien in Grau- und Beigetönen, außerdem seien die Farben in den Living-Pools, in denen das Wasser biologisch gefiltert wird, besonders schön. "Das liegt daran, dass die im Wasser vorhandenen Mikroorganismen das Wasser noch einmal brechen", erklärt sie, "und das sieht einfach anders aus als bei einem Chlor- oder Salzwasserpool."

(c) Alfred Arzt

Pool von Kramer und Kramer

"Das ist wirklich eine Philosophie-Frage, wie viel Natur ich hören und fühlen möchte", sagt Hinterhölzl, "und es ist wichtig, diese vorab zu klären." So richtig viel Natur wollen die allerwenigsten, "dieses Segment ist wirklich sehr klein", weiß Zauner, "die Angst vor Wasserschlangen und Geräuschen ist meist viel größer als der Wunsch nach Natur". Wobei sich die biologische Reinigung des Wassers und ein klares Schwimmbecken ja schon lang nicht mehr ausschließen und die Regenerationszonen wahlweise gar nicht mehr sichtbar oder zumindest baulich absolut getrennt sind.

 

Kramer & Kramer

Pool von Kramer und Kramer

„Die meisten wollen separate Gestaltungselemente – eines zum Schwimmen und eines zum Schauen“, weiß Petrich um die Lösungen, bei denen der Seerosenteich neben dem Becken nicht nur für sauberes Wasser sorgt, sondern auch den optischen Hingucker neben dem Pool bildet.

Und damit eine weitere wichtige Aufgabe erfüllt, die den Pools heute zukommt: „Sie sind definitiv ein architektonisches Objekt, das beispielsweise als Bindeglied zwischen dem Innen und dem Außen dient – weshalb die Pools am besten schon bei der Hausbauphase mitgeplant werden sollten“, so Hinterhölzl.

(sma)

Kramer & Kramer

Kramer & Kramer
Kommentar zu Artikel:

Pools: Vom Schwimmteich bis zum Designerbecken mit Infinity-Effekt

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.