Luxus-Loft in Wien um 40 Millionen Euro zu haben

In der Immobilie am Börseplatz, die vor Jahren einmal dem kroatischen Ex-General Zagorec gehörte, werden 39 Luxuswohnungen errichtet. Das teuerste Loft hat 2000 Quadratmeter Wohnfläche.

Immobilie am Börseplatz 1
Immobilie am Börseplatz 1
Immobilie am Börseplatz 1 – (c) Bruckberger

Da war das Penthouse von Ex-Finanzministers Karl-Heinz Grasser um elf Millionen Euro ein Schnäppchen dagegen: In Wien ist bald ein Luxusloft um 40 Millionen Euro zu haben. Es ist eine von mehreren Luxuswohnungen und -penthouses in der ehemaligen k.k. Telegrafen Centrale am Börseplatz 1. Die Immobilie gehörte vor Jahren einmal - finanziert von der Kärntner Hypo - dem kroatischen Ex-General Vladimir Zagorec.

"Für die 'Imperial Loft Collection' in der 'Saal-Etage' mit ihren 7,5 Metern Raumhöhe findet sich in Österreich wohl nichts Vergleichbares", heißt es in einer Pressemitteilung der Eigentümergesellschaft Börseplatz 1 GmbH & Co KG. "Neben dem Loft Aurora mit 500 Quadratmetern weiß der Börseplatz 1 mit der Imperial Loft Collection mit einer Wohnfläche bis zu 2.000 Quadratmetern (zwei Räume, die zusammengeführt werden können, Anm.) auf nur einer Etage mit einem Kaufpreis von 40 Millionen Euro zu punkten." Die Lofts befinden sich dort, wo früher die Kassenhalle des Telegrafenamtes war. Über den Verkaufspreis der Luxuswohnung hatte die Tageszeitung "Österreich" zuerst berichtet.

Ein Drittel der Wohnungen bereits verkauft

Insgesamt gibt es im Haus in der Wiener Innenstadt 39 Wohneinheiten, im Erdgeschoß fünf Büros. Bis Mitte 2019 soll alles, auch die Tiefgarage, fertig sein. Mehr als ein Drittel der Wohnungen gingen bisher weg, sagte ein Sprecher zur APA. Käufer sind demnach vor allem Österreicher und Deutsche.

Im Juni war im Rahmen der Umbauarbeiten der Funkturm am Dach des Gebäudes in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt umgeschnitten und abgebaut worden. Das Haus, das bis 1996 von der Post genützt wurde, stand zuletzt leer.

Der Prunkbau wurde zwischen 1870 und 1873 als k.k. Telegrafen Centrale erbaut. 1964 wurde dem Gebäude von der österreichischen Post- und Telegrafenverwaltung der Funkturm aus Stahlbeton aufgesetzt. Bis 1996 wurde das Haus vom österreichischen Post- und Telekommunikationsamt genutzt, zuletzt stand das Gebäude leer.

Die Hypo hatte den Zagorec-Kauf samt einer weiteren Immobilie auf der Hohen Warte ursprünglich 2006 finanziert und erhielt 2011 das gesamte eingesetzte Kapital inklusive Zinsen zurück, als sie die Immobilie an die Grazer Immovate Gruppe dem damaligen Vernehmen nach um 44 Mio. Euro verkaufte, schrieb die "Kleine Zeitung" damals.

Nunmehriger Eigentümer und Entwickler ist die Börseplatz 1 GmbH &Co KG. Mehrheitlich (72,505 Prozent) gehört diese der MR1 Holding GmbH. Diese gehört wiederum zu 90 Prozent Heinrich Blank, der Geschäftsführer der Börseplatz 1 GmbH ist, geht aus dem Firmencompass hervor.

(APA)

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