Hausbesitzer über niedrige SPÖ-Miete in Löwelstraße empört

Berechnungen des Österreichischen Haus und Grundbesitzerbundes zufolge hat sich die SPÖ in den letzten zehn Jahren 4,4 Millionen Euro erspart. Von sozial gerecht könne da keine Rede sein.

Blick auf die SPÖ-Zentrale in der Wiener Löwelstraße
Blick auf die SPÖ-Zentrale in der Wiener Löwelstraße
Blick auf die SPÖ-Zentrale in der Wiener Löwelstraße – (c) Clemens Fabry (Presse)

Die niedrige Miete der SPÖ für ihre Zentrale in der Wiener Löwelstraße stößt den Haus- und Grundbesitzern sauer auf. Der Berechnung ihres Bundes zufolge haben sich die Sozialdemokraten alleine in den vergangenen zehn Jahren 4,4 Millionen Euro erspart. „Selbst wenn die Vertragssituation rechtens ist, kann hier von sozial gerecht keine Rede sein", kritisiert Martin Prunbauer, Präsident des Österreichischen Haus und Grundbesitzerbundes, am Donnerstag in einer Aussendung.

Außerdem ortet Prunbauer einen „Schlag ins Gesicht jedes Mieters und Vermieters gleichzeitig". Er vermutet, dass im Wahlkampf mit den Einsparungen aus dem besonders günstigen Altmietvertrag auch noch eine Kampagne für angeblich leistbares Wohnen bezahlt werde - für Prunbauer „grotesk".

Die Diskussion um die billige SPÖ-Miete war zuletzt durch eine Anfrage der Neos wieder aufgeflammt. Demnach zahlt die Kanzlerpartei für ihre Zentrale, die in Top-Lage (neben dem Burgtheater) liegt, im Durchschnitt 4,27 Euro pro Quadratmeter. Die Gesamtmiete für 3181 Quadratmeter liegt somit bei 13.586 Euro. Normal liegt der Quadratmeter-Preis in dieser Lage bei einem Vielfachen.

Die SPÖ verweist auf ihren Altvertrag und dass auch das Kontrollamt die Rechtmäßigkeit der Miete festgestellt habe. Auch der Politikwissenschafter Hubert Sickinger betonte zuletzt: "Das ist legal und keine illegale Parteispende." Allerdings räumte Sickinger ein, dass es sich um einen "extrem niedrigen Mietpreis" handele. Und: "Das Geschmäckle und Anrüchige besteht darin, dass die Stadt Wien Eigentümer des Gebäudes ist."

(Red./APA)

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