Käufer bereit für Holzbauten

Studien: Es fehle an Objekten und Mut der Investoren.

In der Seestadt Aspern wird das erste Holz-Hochhaus ´Hoho´ gebaut.
In der Seestadt Aspern wird das erste Holz-Hochhaus ´Hoho´ gebaut.
In der Seestadt Aspern wird das erste Holz-Hochhaus ´Hoho´ gebaut. – RLP Ruediger Lainer u. Partner

Nachhaltig zu bauen ist ein großes Thema, keine Frage. Im Wiener Stadtentwicklungsgebiet Seestadt Aspern wird mit dem Hoho aktuell etwa das erste Hochhaus in Holzbauweise errichtet. Und vor allem in den westlichen Bundesländern liegen mehrgeschoßige Holzbauten im Trend. Der Baustoff Holz hat einige entscheidende Vorteile gegenüber Ziegel oder Beton. Trotz Leuchtturmprojekten fehle es laut dem Architekturbüro Baukult ZT und Bau.Genial aber an geeigneten Objekten und Angeboten. Die beiden veröffentlichten am Dienstag die Ergebnisse zweier Marktstudien. „Wohnungskäufer sind bereit für Holzbauten – und würden dafür auch mehr zahlen –, die Immobilienbranche ist es noch nicht“, so die Conclusio. Für Investoren und Bauträger gelten Wohnprojekte aus Holz nach wie vor als zu teuer und gefährdet durch Feuer und Feuchte. Diesbezügliche Argumente sind laut den beiden Auftraggebern der Studien längst entkräftet und in der Pracis zunehmend durch Bauten widerlegt. Das Wissen darüber verbreite sich viel zu langsam.

Mehr Wohnungen in Holzbauweise sind gefragt

Für 70 Prozent von 307 Befragten sind Bauweise und Material wichtig: Holz liegt hinter Ziegel und vor Beton, es punktet vor allem mit subjektiven, emotionalen Argumenten wie natürlich, angenehme Atmosphäre, riecht gut, fühlt sich gut an, nachwachsender Rohstoff, schafft gutes Raumklima, feuchtigkeitsregulierend, warme Oberfläche, behaglich, wobei die zustimmung holzaffiner Personen deutlich größer ist. Bau.Genial führte im Frühjahr 2017 eine telefonische Expertenbefragung durch: 91 Prozent der Befragten schätzten die Zukunftsperspektiven des Holzbaus positiv ein. Warum sich Architekten und Bauplaner dennoch für einen anderen Baustoff entscheiden, liegt für 28 Prozent am fehlenden fundierten Wissen, 25 Prozent fürchten zu hohe Kosten wegen Schall- und Brandschutzanforderungen, 22 Prozent halten den Brandschutz für kritisch. (red.)

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