Architektur-Serie

Gut gebaut

Wer derzeit unter der Hitze stöhnt, dem verschafft ein Blick auf – oder sogar ein Besuch – des für seine Architektur ausgezeichneten steirischen Naturbads etwas Abkühlung.

Naturbad Pürgg: Preisgekrönte Abkühlung

Wer derzeit unter der Hitze stöhnt, dem verschafft vielleicht ein Blick auf – oder sogar ein Besuch – des Naturbads Pürgg in der Steiermark ein bisschen Abkühlung. Architekturfreunde kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Die von kreiner architektur ZT in Gröbming entworfene und 2008 fertiggestellte Sportstätte wurde 2009 mit dem Steirischen Holzbaupreis und 2011 mit dem IAKS Award, einem internationalen Architekturpreis für Sportstätten ausgezeichnet. Letzterer wird unter anderem vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) unterstützt. (red., 25. 7. 19)

Mirja Geh

BWM-Projekt gewinnt „Schorsch“

Jedes Jahr sucht die MA19 - Architektur und Stadtgestaltung in Wien beispielhafte architektonische Lösungen, die sich besonders gut in ihre Umgebung einfügen. Fündig geworden ist die Jury diesmal unter anderem in der Leyserstraße 2, wo BWM Architekten auf die Hanglage des Grundstücks mit einer Gliederung ihres 80 Wohnungen umfassenden Gebäudes in Terrassen reagierten. Dieses Projekt und weitere Preisträger des „Schorsch“ werden bis Ende Juni 2020 anlässlich der Ausstellung "gebaut 2018" in der MA19 in der Niederhofstraße 23 ausgestellt. (red., 13. 6. 2019)

BWM Architekten

Magdas Kitchen kocht und heizt

Unten werden wöchentlich 25.000 Portionen für Kinder und Kranke gekocht, oben Büroarbeiten erledigt, auf dem Dach der Freiraum genutzt. Geheizt wird mit Abwärme von Küche und Kühlanlagen sowie Fotovoltaik: ATP Architekten errichteten Magdas Social Business im 23. Wiener Bezirk nach Re- und Upcycling-Konzept zum Teil aus Abbruchmaterialien sowie aufbereitetem Altholz. Mehr Infos: www.magdas.at (red., 17. 5. 2019)

Florian Schaller

Biennale: "Ich widerspreche, also bin ich"

Renate Bertlmann gestaltete den österreichischen Pavillon der Biennale 2019 in Venedig (Ausstellung: bis November 2019) - unter dem Motto  "Discordo ergo sum" widmet sie sich Widersprüchlichkeiten und Ambivalenzen. Etwa mit einem Meer aus 312 Rosenmessern sowie zahlreichen Reproduktionen ihrer Lehrtafeln, Skizzen, Fotos, Filmstreifen und Zeichnungen. (red., 14. 5. 2019)

Sophie Thun

Holzbaupreis für Tiroler „Duftladen“

Hand in Hand mit der Natur – das Firmenmotto der Naturkosmetikfirma Aromapflege, in Fichtenholz gebaut als neue Firmenzentrale in Lechaschau, zählt zu den Gewinnern des Holzbaupreises Tirol 2019. Im 790 m2 großen Gebäude werden im – vom Unternehmen so genannten „Duftladen“ – ätherische Öle und Naturkosmetik entwickelt, dazu fanden Schulungsräume und Naturkosmetikstudio Platz. Erbaut von der Firma Sauter in Holzriegelbauweise werden über 70 Prozent des Energiebedarf per Solarthermie gedeckt. (red., 17. 4. 2019)

> > Mehr: Holzbaupreis Tirol 2019 - alle Gewinner und Anerkennungen

Foto Müller

Radikale Poesie: Die neue NÖ- Landesgalerie in Krems

In Krems war am 2. März die neue Landesgalerie Niederösterreich für ein Wochenende für alle Interessierten geöffnet. Geplant vom Vorarlberger Architektenbüro Marte Marte im Sinne einer "radikalen Poesie", sollen ab der Eröffnung im Mai – trotz schillerndem Äußeren – innen die Ausstellungsstücke die volle Aufmerksamkeit auf sich ziehen. (red., 1. 3. 2019)

(c) Faruk Pinjo

Preisregen für Kindergarten Wolkenschiff

Der Preisregen für den vom Planungsteam Deubner/Lopez konzipierten Kindergarten „Wolkenschiff“ in Gänserndorf-Süd reißt nicht ab. Nachdem das in Passivhausbauweise errichtete Gebäude bereits 2017 vom Land Niederösterreich mit dem klimaaktiv Gold Preis ausgezeichnet wurde und beim niederösterreichischen Holzbaupreis 2018 einen Anerkennungspreis erhielt, kommt nun ein weiterer hinzu: Im Rahmen des jüngsten BauZ! Kongresses gab es die bundesweite Auszeichnung klimaaktiv Silber Plus der ÖGNB. (red., 28. 2. 2019)

 

(c) Michael Baumgartner KiTO.photog

Sportlich: Neue Landmark für Seefeld

Von der Bauweise der hölzernen Jägerhochsitze inspirieren ließen sich Meissl Architects aus Seefeld bei der Konzipierung dieses Turms, der Seefeld als Olympia- und WM-Ort über die aktuellen nordischen Ski-weltmeisterschaften hinaus im Gespräch halten soll. Die Umsetzung erfolgte in zeitgemäßer Zimmermannstechnik, die drei verglasten Außenwände geben einen großzügigen Blick auf die Wettkampfarena frei. Der WM-Turm dient während der laufenden Bewerbe der Zeitnehmung, dem Platzsprecher und der Rennleitung als Zentrale. (red., 26. 2. 2019)

(c) David Johansson

Holzhochhaus: Ein Wald mit 70 Stockwerken

350 Meter hoch, 4,8 Milliarden Euro schwer: In Tokio soll bis 2041 der Welt höchstes Holzhochhaus entstehen – so der Plan des japanischen Forstunternehmens Sumitomo Forestry, das sich zum 350-Jahr-Jubiläum eine neue Unternehmenszentrale gönnen möchte. 90 Prozent Holz – Säulen, Decken, Innenausbau (quasi aus eigenem, nun erntereifem Anbau) – soll mit stählernem Traggerüst ergänzt werden. (red., 16. 2. 2019)

Sumitomo Forestry & Nikken Sekkei

Stuck sei Dank: Salon im Design der 20er-Jahre

Eine Entdeckung mit Folgen: Bei der Renovierung des Salon Sacher (Erich Bernard /BWM Architekten) kam eine historische Stuckdecke zum Vorschein. Originalgetreu erhalten, wurde sie ins Designkonzept eingebaut: Gebogene Kugelleuchten, Koralle anstatt Rot, Absinth anstatt Kaffee und weitere charakteristische Details der 1920-er Jahre machen nun den neu gestalteten Raum aus. (dm, 30.1. 2019)

Hotel Sacher (MuehlbacherRupert GAS)

Neue Loge für Spanische Hofreitschule

Die Reitschule ist nicht nur um eine Personaldiskussion, sondern auch um eine Zuschauerloge reicher: Mit der Hofloge aus Glas und Metall sowie dem gegenüberliegenden "Musikerbalkon" wurde mehr Raum für Besucher (56), Musiker (22) und Instrumente (Klavier) geschaffen. "Die Einbauten erfolgten reversibel", wie Architekt Manfred Wehdorn erläutert, "daher auch die sichtbare Deckenabhängung." (red., 25.1.2019)

Christian Husar

Harfensaiten für neue Kunstuni Graz

Die Universität für Musik und darstellende Kunst Graz wird von Tritthart + Herbst Architekten (Bauherr: BIG) erweitert und klimatechnisch saniert: Das Gebäude Brandhofgasse 21 wird aufgestockt und mit dem Bibliotheksgebäude verbunden. Die neue gläserne Fassade mit gelbgoldenen Lamellen soll an Klavier- oder Harfensaiten erinnern und lässt Einblicke in den Ensembleraum – im Winter mit Dampf befeuchtet – zu. Das Foyer erschließt beide Gebäudeteile über drei Stockwerke neu, in der Aufstockung finden zusätzliche Unterrichtsräume Platz. (red., 17. 1. 2019)

> > Mehr Infos unter: Kunstuni Graz wird räumlich erweitert

Brandhofg Tritthart + Herbst Architekten

Gesundheitsbau statt Krankenhaus

Am Tegernsee in Bayern entsteht auf dem Areal eines Jod-Schwefelbades das Luxushotel Sports Medicine Excellence - Bad Wiessee. Entwurf, Planung und Bauleitung liegen bei Meissl Architects unter der gestalterischen Leitung von Matteo Thun. Das Hotel wird mit einem separaten medizinischen Funktionsgebäude für ambulantes Operieren kombiniert, Grundidee ist das Umdenken vom Krankenhaus- zum wohnlichen Gesundheitsbau für Patienten und Angehörige. Die Fertigstellung ist für Ende 2021 geplant. (red., 29.12.2018)

Meissl Architects

B.R.O.T.: Ein Dörfchen mit Gemeinsinn

Zehn Holzhäuser und ein zentrales Gemeinschaftshaus - das ist das Projektdörfchen B.R.O.T. in Pressbaum, 20 Kilometer westlich von Wien. Der Name steht für Begegnen, Reden, Offensein und Teilen und signalisiert die zentrale Bedeutung des Community-Gedankens. Die Wohnungstypen, -größen und -ausrichtungen entwickelten die Mitglieder der Baugruppe gemeinsam mit dem Planungsteam von Nonconform. > > Mehr Bilder vom Projektdörfchen in Pressbaum

(red., 7.12.2018)

Kurt Hoerbst

Eine Suite als Baumhaus

Designt von Georg Gappmaier, beschirmt von zwei mächtigen Ahornbäumen: Die Baumhaussuite – 55 m2 Wohnfläche samt Küche, Bad, Sauna, Wohn- und Schlafraum auf Stelzen – lädt am Rand des Nationalparks Hohe Tauern auf drei Ebenen zum Relaxen in der Natur ein. Zu finden ist das Häuschen mit rund 500 weiteren Objekten im aktuellen Bildband "Urlaubsarchitektur, Selection 2019". (red., 8. 11. 2018)

Hannes & Susanne Photography

Ein Dorf sieht rot? Gewagt, gewonnen

Seit 2006 steht die Aussichtsplattform, entworfen von Architekt Robert Oberbichler, im oberösterreichischen Hinterstoder. Einst heftig diskutiert, steht sie heute – mit zahlreichen anderen Maßnahmen – wie selbstverständlich für die Entwicklung, die dem Ort nun den Europäischen Dorferneuerungspreis 2018 eingebracht hat. Die europäische ARGE Landentwicklung & Dorferneuerung vergibt den Preis unter dem Motto "weiter denken" alle zwei Jahre. (red., 27. 9. 2018)

Hinterstoder/Schachner

"Wiener Café" mit visionärer Ästhetik

"Connecting Minds, Creating the Future" heißt das Motto der Expo 2020 in Dubai – der ersten in einem arabischen Land. Der Österreich-Pavillon der Weltausstellung wird vom Wiener Architekturbüro querkraft beigesteuert: Aus traditionellem Stampflehm und moderner Technik in Kegelform gebaut, nimmt er es mit hitzigen Temperaturen und Diskussionen auf. "Als Metapher dient das Wiener Kaffeehaus, das für interdisziplinären Dialog und Austausch steht", so die Architekten. (red., 19. 9. 2018)

querkraft

Klare Linien, smarter Grundriss

Weniger ist mehr: Das schlichte Haus Classic München von Griffner gewann beim Hausbau Design Award 2018 in der Kategorie Moderne Architektur/Bauhausstil den ersten Preis. 14.000 Teilnehmer wählten beim seit 2014 stattfindenden deutschen Award aus 150 Häusern von 35 Fertighaus-, Holzhaus- und Massivhausanbietern Siegerbauten in neun Kategorien. (red., 12.9.2018)

(c) www.stefanleitner.com

Binnenfenster zur Meereswelt

Im dänischen Jütland erhebt sich "Fjordenhus", der neue Firmensitz der Investorengruppe Kirk Kapital, aus dem Wasser. Gestaltet vom isländisch-dänischen Künstler Ólafur Elíasson, lieferte die österreichische Firma Waagner-Biro die gewölbten Stahl-Glas-Fassaden, die gebogenen Türen sowie die drei Haupttreppen inklusive Aufzüge. Die Kunstwerke im Erdgeschoß sind öffentlich zugänglich. (red., 27. 7. 2018)

(c) Anders Sune Berg (Anders Sune Berg)

Zubau für Salmhütte am Großglockner

Die großen Bauteile kamen per Hubschrauber, die kleineren sowie Arbeiter und Techniker zu Fuß: Die 2644 hoch gelegene Salmhütte im Nationalpark Hohe Tauern ist – in der kürzesten Variante in drei Stunden – nur über Bergwege zu erreichen. Der Zubau, der neben einer größeren Küche und Trockenraum auch auch eine Terrasse mit Ausblick (im Bild auf die Schobergruppe) bietet, wurde fast ausschließlich aus Holz gefertigt. (red., 28. 6. 2018)

Alpenverein/Salmhütte

Europäische Fassade 2018 gekürt

325 Einreichungen aus 27 Ländern ritterten beim Baumit-Life-Challenge-Award 2018 um den Sieg - eine 13-köpfige Jury wählte aus den 36 Nominierten den Gesamt- und sieben Kategoriesieger. Das Finale machte das spanische Collective Housing and Health Centre, den Spezialpreis des Jahresmottos "Struktur trifft Design" gewann das Haus Marie in Baden (Bild) von Caramel Architects. (red., 23. 6. 2018)

> > Mehr: Sieben Preisträger aus ganz Europa

Caramel Architects

Fünf Sterne statt Büros: Mandarin Oriental Hotel

In Ho-Chi-Minh-Stadt wird der Büro- und Shoppingkomplex Union Square grundlegend umgestaltet – und soll nach Fertigstellung neben Shops und
Gastronomie auch ein Mandarin-Oriental-Hotel beherbergen, das erste Fünf-Sterne-Hotel Vietnams. Geplant, wie jenes in Barcelona, von der Architektin und Designerin Patricia Urquiola. Details: 227 Gästezimmer und Suiten, sechs Restaurants und Bars, Tagungs- und Banketträume, Spa und Außenpool. (red., 1. 6. 2018)

Mandarin Oriental

Stein für Stein ein Urlaubs-Domizil I

Kräutergarten, Outdoor-Bar, Pool: Das schlicht gehaltene Haus der Architekten Gerner Gerner Plus steht auf Kreta und animiert zum Urlauben.

(c) Photographer: Rupert Steiner

Stein für Stein ein Urlaubs-Domizil II

Gebaut wurde das 60 Meter lange Haupthaus vorwiegend mit regionalen Baustoffen, etwa Stein.

(c) Photographer: Rupert Steiner

Stein für Stein ein Urlaubs-Domizil VI

Kerndämmung und Fußbodenheizung sorgen in den etwas kühleren Wintern für Behaglichkeit.

(c) Photographer: Rupert Steiner

Stein für Stein ein Urlaubs-Domizil III

Der Grundriss ist geradlinig und funktional organisiert.

(c) Photographer: Rupert Steiner

Stein für Stein ein Urlaubs-Domizil IIII

Die einstige Brachfläche musste mit einem erheblichen Aufwand bebaubar gemacht werden. (red., 23. 5. 2018)

Mehr Infos: www.gernergernerplus.com

(c) Photographer: Rupert Steiner

Stein für Stein ein Urlaubs-Domizil IV

(c) Photographer: Rupert Steiner

Wohnen mit Wasserfall

"16 Quartz" nennt sich die Anlage in Selangor, Malaysia, die mit dem Fiabci World Prix d'Excellence in der Kategorie Wohnbau ausgezeichnet wurden. Die von der Mitraland Group geplanten Häuser mit zeitgenössischem Design richten sich zu einem Garten, der eine Erweiterung der Wohnfläche bietet. Die Einreichfrist für den Fiabci Prix d'Excellence Austria für innovative, gesellschaftlich nachhaltige Immobilienprojekte läuft noch bis 6. Juni. (red., 17. 5. 2018)


Mitraland Group/Fiabci

Ganz in Stein: Eine Villa wie eine Skulptur I

Vier Elemente übereinander, die je nach Perspektive an die Bremer Stadtmusikanten erinnern – und eine Villa in Berlin darstellen.

(c) FRANK HERFORT

Ganz in Stein: Eine Villa wie eine Skulptur II

Geplant von Graft Architekten, steht sie für eine neue Villengeneration: Heimisches Material (Stein), flexible Grundrisse je nach Wohnbedürfnis, viel Privatsphäre (Fenster blicken in die Grünzonen der Nachbarn) und ausgerichtet am aktuellen Sonnenstand, um die Gebäudeklimatisierung per Erdwärme optimal zu unterstützen. (red., 9. 5. 2018)

(c) Tobias Hein

Betonpreis 2018

Nach Plänen von Architekt Max Rieder in 16 Monaten im Innenhof des Peterbrunnenhofes (Salzburg) errichtet, wurde das Haus der Volkskulturen mit dem 5. Betonpreis des Güteverband Transportbeton ausgezeichnet.

(c) Fotografie: Rainer Iglar / Salzb

Betonpreis 2018

Bemerkenswert die Bauart mittels Stampfbeton: Die Methode, eine Mischung aus Kies, Sand und Zement in einer Verschalung allein durch Stampfen zu festigen, wurde bereits um 1830 erfunden. (red., 4. 5. 2018)

(c) Fotografie: Rainer Iglar / Salzb

Zweite Chance für Seefrachtcontainer I

Leistbaren, qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Wohnraum zu schaffen ist das Ziel des Start-ups Containerwerk aus Deutschland. Es kauft gebrauchte Seefrachtcontainer auf und veredelt sie zu preiswertem Wohnraum. . . .

Containerwerk

Zweite Chance für Seefrachtcontainer II

. . . Durch ihr geringes Eigengewicht und die vielen Möglichkeiten bei der Fassadengestaltung eignen sich die Module zum Stapeln und können auch in bestehende Gebäudestrukturen eingebunden werden. (red., 2. 5. 2018)

Containerwerk

Begrüntes Aquarium für Schönbrunn I

6000 Quadratmeter auf vier Ebenen, die sich mit einem begrünten Dach in die Tiergartenlandschaft einfügen: Mit diesem geschwungenen Gebäude nehmen Gerner Gerner Plus Architekten aus Österreich gemeinsam mit dem dänischen Architekturbüro 3XN und den Technikexperten ATT am Bewerbungsverfahren für ein neues Aquarium des Tiergartens teil. . . .

3XN/ Gerner Gerner Plus

Begrüntes Aquarium für Schönbrunn II

. . . Großzügige Verglasung und ein wellenförmiger Eingang geleiten Besucher zum Eingangsbereich, der in die sanft geschwungene Wasserwelt führt.

3XN/ Gerner Gerner Plus

Begrüntes Aquarium für Schönbrunn III

. . . Das Zentrum des Gebäudes bildet das Haifischbecken. In diesem Bereich muss die Bodenplatte zusätzlich verstärkt werden, um den gewaltigen Lasten Stand zu halten. Die zwölf Mal sechs Meter große Scheibe des Beckens erfordert einen 55 Zentimeter dicken Spezialkunststoff. (20. 4. 2018)

3XN/ Gerner Gerner Plus

Viel Wohnraum auf schmalen Parzellen

Verdichtung liegt im Trend. Auch fürs Eigenheim mit Garten werden die Bauparzellen schmaler, besonders in raren und teuren Lagen am Stadtrand. Das "Town House" von Griffner ist dafür konzipiert, auf wenig Grundfläche möglichst viel Raum zu schaffen. Es gibt Varianten vom Einzel- bis zum Reihenhaus, alle in puristischem Design und mit viel Holz. (13. 4. 2018)

(c) www.stefanleitner.com

Dauerbrenner Beton – "SOS Brutalismus"

In den 1970er-Jahren dominierte Beton das Baugeschehen und gab auch im Design gern den Ton an; etwa bei der Osterkirche in Oberwart (Günter Domenig), heute sind viele Gebäude vom Abriss bedroht. Im Architekturzentrum Wien findet ab 3. Mai die Ausstellung "SOS Brutalismus – rettet die Betonmonster" mit internationalen und heimischen Objekten dazu statt, eigene Bilder von "Monstern" aus Beton können unter www.SOSBrutalism.org gepostet werden. (6. 4. 2018)

AzW/Günter Domenig

Holzbaupreis Kärnten 2017 vergeben

Im November 2017 wurden im Rahmen des Holzbaupreises Kärnten insgesamt 18 Gebäude prämiert. Der Preis wird alle zwei Jahre von ProHolz Kärnten und dem Architektur-Haus Kärnten ausgelobt. Einen der Hauptpreise heimste die Bioheumilchkäserei der Genossenschaft, Kaslab'n Nockberge (Bild), ein. Die Genossenschaft aus mehreren Bauern hatte die Käserei mit Holz aus den eigenen Wäldern und mithilfe regionaler Handwerker errichtet und die Jury mit der klaren Organisation und Struktur des Gebäudes überzeugt. (6. 4. 2018)

C. Brandstätter

Ein Winter-Chalet zum Mitnehmen

In der rekordverdächtigen Zeit von nur sechs Stunden wurde dieses Winterchalet im Innenhof des Palais Esterházy in Wien aufgebaut. Für Produktion und Aufbau dieser mobilen Almhütten, die überall aufgestellt werden können, benötigt der Eventausstatter Hütte & Co laut eigenen Angaben insgesamt nur drei Wochen. Die Idee dazu hatte Eigentümer Ernst Ranftl bereits vor zehn Jahren, seitdem hat er das Konzept kontinuierlich weiterentwickelt. Für die neuesten, besonders luxuriösen Varianten in Mischbauweise kommt über 100 Jahre altes, sonnenverbranntes Holz zum Einsatz, das handgehackt und speziell behandelt wurde. (3. 3. 2018)

 

(c) © Stefanie Starz/www.starz.at

Eine Brücke, die sich dehnen kann

Wie Perlen einer Kette reihen sich 20 bis 30 Betonelemente aneinander - und wenn sich die Temperatur verändert, ändert sich der Abstand zwischen den Elementen gleichmäßig. Diese Idee der TU Wien wurde nun als integrale Brücke umgesetzt, die auch bei großen Distanzen Dehnfugen überflüssigen macht. Verkürzt sich die Brücke etwa bei eisigen Temperaturen, entstehen zwischen benachbarten Betonelementen kleine Spalten - allerdings nur im Millimeterbereich, sodass diese keine Gefahr für die Asphaltfahrbahn darstellen. (24./25. 2. 2018)

(c) BERNHARD

Eine Schatzkiste mit verstecktem Atrium

2017 fertiggestellt, ist das neue Sammlungs- und Forschungszentrum Hall der Tiroler Landesmuseen für einige Architekturpreise nominiert. Zwei der drei Geschoße sind in der Erde versenkt. Im Außenring befinden sich nach dem Zwiebelprinzip 7500 Quadratmeter Depotflächen, dann folgen Gang- und Erschließungsring, im Kern gruppieren sich Arbeits- und Atelierräume um das begrünte Atrium. (17./18. 2. 2018)

Franz&Sue/ Andreas Buchberger

Grundrisse für Individualisten

Vor kurzem wurde im NV-Forum in St. Pölten der Niederösterreichische Wohnbaupreis 2017 vergeben. 42 Projekte waren eingereicht worden, vier davon wurden prämiert. Die Kategorie "Geschoßwohnbau" konnte das vom Wiener Architekturbüro Simon und Stütz Architekten konzipierte Projekt Badweg 26 in der Gemeinde Großweikersdorf für sich entscheiden. Die Jury gab sich besonders von der Flexibilität der Wohnungsgrundrisse beeindruckt, die die Abtrennung eines variablen Zimmers in den 2-, 3-, und 4-Zimmer-Einheiten ermöglichen. (10./11. 2. 2018)

[ Simon & Stütz Architekten]

Vergängliches Theater am Julierpass

Ein zehneckiges Theater auf 2284 Metern Höhe? Seit Sommer 2017 kein Traum des Theaterregisseurs Giovanni Netzer mehr, sondern Realität. Im Rahmen der Schweizer Kulturinitiative Origen wurden 1220 Bauteile zu dem roten Holzturm zusammengebaut, der bis 2020 bespielt wird. Danach wird er - in der Tradition flüchtiger Bühnenbauten - abgetragen, das Gelände samt Parkplatz renaturiert. (3./4. 2. 2018) www.origen.ch

 

(c) www.christianbrandstaetter.com

Kunsttreff und Ferienort in alter Wehrburg

Neue Besitzer, neue Nutzung: Die teilweise 800 Jahre alte Burg Kranichberg bei Gloggnitz wird von Julia und Gerhard Lehner in ein (Puppen-)Museum sowie Begegnungszentrum für Kunst/Kultur umgebaut, im Burghotel entstehen Ferienwohnungen. 1480 von Matthias Corvi nius eingenommen, brannte die Burg 1745 ab und wurde zum Teil im barocken Stil wiedererrichtet. Sie diente ab 1769 als Sommersitz für Wiener Bischöfe, bis 2010 wurde der Ort als Gast- und Braustätte genutzt. (20./21. 1. 2018)

Hendrich Real Estate

Kreatives Fassadenspiel

Für Schlangenphobiker ist dieses Wohnhaus in Grenoble wohl nichts. Doch das dürfte den französischen Architekten Éduard François, der für sein extravagantes Œuvre bekannt ist, wohl kaum tangieren. Ihm ging es bei "Le Python" um das kreative Spiel mit der Fassade.

> > Mehr Bilder dazu: Eine Python in der Stadt

(c) Croce & Wir

Haus mit Flügeln


Wie ein innovatives Energiekonzept aussehen kann, lässt sich am Active Energy Building in Vaduz (Liechtenstein) begutachten. Dank Nutzung von Geothermie und aktiver wie passiver Sonneneinstrahlung produziert das Gebäude mehr Energie, als es selbst verbrauchen kann. Ein besonderer Clou sind dabei die sieben Fotovoltaikflügel, die sich automatisch je nach Tageszeit entweder flach in die Dachstruktur einpassen oder sich nach dem Sonnenstand ausrichten. Das Wiener Architekturbüro Falkeis Architects investierte sechs Jahre in Entwicklung und Bau dieses futuristischen Mehrfamilienhauses, das im Herbst fertig gestellt wurde. (5. 1. 2018)

> > Mehr Bilder dazu: Ein Gebäude wie ein Organismus

(c) Roland Korner / Close Up AG

Sechzigerjahre ganz neu interpretiert

"Der Ausblick spielte die Hauptrolle", so Najjar & Najjar Architekten zum Umbau von Haus B in Wien. Die oft umgebaute Villa aus den 1960er-Jahren wurde entkernt; mit einer neuen Stützkonstruktion kam ein drittes Stockwerk dazu. Unten in Naturstein gehalten, wird das Haus nach oben immer luftiger - es folgt Aluminium, ganz oben Glas mit Blick auf Wiental, Alpenvorland und das Grenzland von Ungarn und Slowenien. (16. 12. 2017)

[ Najjar Haus B/Manfred Seidl]

Ins Land einischaun

Der Wohntraum vieler Österreicher (siehe unten) steht in Kärnten - ein Einfamilienhaus mit unverbautem Blick nach Süden, Westen und Osten. Die Weite der Landschaft war die bestimmende Inspirationsquelle für das Team des Klagenfurter Planungsbüros Spado Architects. Raumhohe Verglasungen öffnen die Wohn- und Schlafräume zur Landschaft, die Auskragungen des Daches schirmen die Sonne ab, um im Sommer eine Überhitzung der Innenräume zu vermeiden. (2. 12. 2017)

(c) Kurt Kuball

Vier gewinnt: Ein Haus als Dorf

Vier Wohntürme, arrangiert um eine hausinterne Piazza: So konzipierte das Architektenbüro Feld 72 das Südtiroler Einfamilienhaus an der Kalterer Weinstraße. Im Erdgeschoß bilden die Türme einen offenen Platz für Kommunikation und Gemeinschaft, im oberen Geschoß verbindet eine Brücke die einzelnen Häuser und deren Zimmer, die Rückzug und Konzentration ermöglichen. Das hohe Turmhaus führt zur Terrasse.

[ Feld72/Schreyer David]

Bauherrenpreis 2017: Die Gewinner

Im Odeon-Theater in Wien sind am 17. November 2017 die ZV-Bauherrenpreise vergeben worden. Ausgezeichnet wurden die Evangelische Kirche in Mitterbach, der Cateringpavillon Wolke 7 in Grafenegg (beide in Niederösterreich), bauliche Maßnahmen an Basilika und Geistliches Haus, Mariazell, der Erste Campus in Wien, die Kapelle Salgenreute in Krumbach (Bild) und die Sägerbrücke in Dornbirn (beide in Vorarlberg).

> > Mehr Bilder dazu: Die Gewinner des Bauherrenpreises 2017

 

Adolf Bereuter