Architektur-Serie

Gut gebaut

Im dänischen Jütland erhebt sich "Fjordenhus" aus dem Wasser. Gestaltet vom isländisch-dänischen Künstler Ólafur Elíasson gemeinsam mit der österreichische Firma Waagner-Biro.

Binnenfenster zur Meereswelt

Im dänischen Jütland erhebt sich "Fjordenhus", der neue Firmensitz der Investorengruppe Kirk Kapital, aus dem Wasser. Gestaltet vom isländisch-dänischen Künstler Ólafur Elíasson, lieferte die österreichische Firma Waagner-Biro die gewölbten Stahl-Glas-Fassaden, die gebogenen Türen sowie die drei Haupttreppen inklusive Aufzüge. Die Kunstwerke im Erdgeschoß sind öffentlich zugänglich. (red., 27. 7. 2018)

(c) Anders Sune Berg (Anders Sune Berg)

Zubau für Salmhütte am Großglockner

Die großen Bauteile kamen per Hubschrauber, die kleineren sowie Arbeiter und Techniker zu Fuß: Die 2644 hoch gelegene Salmhütte im Nationalpark Hohe Tauern ist – in der kürzesten Variante in drei Stunden – nur über Bergwege zu erreichen. Der Zubau, der neben einer größeren Küche und Trockenraum auch auch eine Terrasse mit Ausblick (im Bild auf die Schobergruppe) bietet, wurde fast ausschließlich aus Holz gefertigt. (red., 28. 6. 2018)

Alpenverein/Salmhütte

Europäische Fassade 2018 gekürt

325 Einreichungen aus 27 Ländern ritterten beim Baumit-Life-Challenge-Award 2018 um den Sieg - eine 13-köpfige Jury wählte aus den 36 Nominierten den Gesamt- und sieben Kategoriesieger. Das Finale machte das spanische Collective Housing and Health Centre, den Spezialpreis des Jahresmottos "Struktur trifft Design" gewann das Haus Marie in Baden (Bild) von Caramel Architects. (red., 23. 6. 2018)

> > Mehr: Sieben Preisträger aus ganz Europa

Caramel Architects

Fünf Sterne statt Büros: Mandarin Oriental Hotel

In Ho-Chi-Minh-Stadt wird der Büro- und Shoppingkomplex Union Square grundlegend umgestaltet – und soll nach Fertigstellung neben Shops und
Gastronomie auch ein Mandarin-Oriental-Hotel beherbergen, das erste Fünf-Sterne-Hotel Vietnams. Geplant, wie jenes in Barcelona, von der Architektin und Designerin Patricia Urquiola. Details: 227 Gästezimmer und Suiten, sechs Restaurants und Bars, Tagungs- und Banketträume, Spa und Außenpool. (red., 1. 6. 2018)

Mandarin Oriental

Stein für Stein ein Urlaubs-Domizil I

Kräutergarten, Outdoor-Bar, Pool: Das schlicht gehaltene Haus der Architekten Gerner Gerner Plus steht auf Kreta und animiert zum Urlauben.

(c) Photographer: Rupert Steiner

Stein für Stein ein Urlaubs-Domizil II

Gebaut wurde das 60 Meter lange Haupthaus vorwiegend mit regionalen Baustoffen, etwa Stein.

(c) Photographer: Rupert Steiner

Stein für Stein ein Urlaubs-Domizil VI

Kerndämmung und Fußbodenheizung sorgen in den etwas kühleren Wintern für Behaglichkeit.

(c) Photographer: Rupert Steiner

Stein für Stein ein Urlaubs-Domizil III

Der Grundriss ist geradlinig und funktional organisiert.

(c) Photographer: Rupert Steiner

Stein für Stein ein Urlaubs-Domizil IIII

Die einstige Brachfläche musste mit einem erheblichen Aufwand bebaubar gemacht werden. (red., 23. 5. 2018)

Mehr Infos: www.gernergernerplus.com

(c) Photographer: Rupert Steiner

Stein für Stein ein Urlaubs-Domizil IV

(c) Photographer: Rupert Steiner

Wohnen mit Wasserfall

"16 Quartz" nennt sich die Anlage in Selangor, Malaysia, die mit dem Fiabci World Prix d'Excellence in der Kategorie Wohnbau ausgezeichnet wurden. Die von der Mitraland Group geplanten Häuser mit zeitgenössischem Design richten sich zu einem Garten, der eine Erweiterung der Wohnfläche bietet. Die Einreichfrist für den Fiabci Prix d'Excellence Austria für innovative, gesellschaftlich nachhaltige Immobilienprojekte läuft noch bis 6. Juni. (red., 17. 5. 2018)


Mitraland Group/Fiabci

Ganz in Stein: Eine Villa wie eine Skulptur I

Vier Elemente übereinander, die je nach Perspektive an die Bremer Stadtmusikanten erinnern – und eine Villa in Berlin darstellen.

(c) FRANK HERFORT

Ganz in Stein: Eine Villa wie eine Skulptur II

Geplant von Graft Architekten, steht sie für eine neue Villengeneration: Heimisches Material (Stein), flexible Grundrisse je nach Wohnbedürfnis, viel Privatsphäre (Fenster blicken in die Grünzonen der Nachbarn) und ausgerichtet am aktuellen Sonnenstand, um die Gebäudeklimatisierung per Erdwärme optimal zu unterstützen. (red., 9. 5. 2018)

(c) Tobias Hein

Betonpreis 2018

Nach Plänen von Architekt Max Rieder in 16 Monaten im Innenhof des Peterbrunnenhofes (Salzburg) errichtet, wurde das Haus der Volkskulturen mit dem 5. Betonpreis des Güteverband Transportbeton ausgezeichnet.

(c) Fotografie: Rainer Iglar / Salzb

Betonpreis 2018

Bemerkenswert die Bauart mittels Stampfbeton: Die Methode, eine Mischung aus Kies, Sand und Zement in einer Verschalung allein durch Stampfen zu festigen, wurde bereits um 1830 erfunden. (red., 4. 5. 2018)

(c) Fotografie: Rainer Iglar / Salzb

Zweite Chance für Seefrachtcontainer I

Leistbaren, qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Wohnraum zu schaffen ist das Ziel des Start-ups Containerwerk aus Deutschland. Es kauft gebrauchte Seefrachtcontainer auf und veredelt sie zu preiswertem Wohnraum. . . .

Containerwerk

Zweite Chance für Seefrachtcontainer II

. . . Durch ihr geringes Eigengewicht und die vielen Möglichkeiten bei der Fassadengestaltung eignen sich die Module zum Stapeln und können auch in bestehende Gebäudestrukturen eingebunden werden. (red., 2. 5. 2018)

Containerwerk

Begrüntes Aquarium für Schönbrunn I

6000 Quadratmeter auf vier Ebenen, die sich mit einem begrünten Dach in die Tiergartenlandschaft einfügen: Mit diesem geschwungenen Gebäude nehmen Gerner Gerner Plus Architekten aus Österreich gemeinsam mit dem dänischen Architekturbüro 3XN und den Technikexperten ATT am Bewerbungsverfahren für ein neues Aquarium des Tiergartens teil. . . .

3XN/ Gerner Gerner Plus

Begrüntes Aquarium für Schönbrunn II

. . . Großzügige Verglasung und ein wellenförmiger Eingang geleiten Besucher zum Eingangsbereich, der in die sanft geschwungene Wasserwelt führt.

3XN/ Gerner Gerner Plus

Begrüntes Aquarium für Schönbrunn III

. . . Das Zentrum des Gebäudes bildet das Haifischbecken. In diesem Bereich muss die Bodenplatte zusätzlich verstärkt werden, um den gewaltigen Lasten Stand zu halten. Die zwölf Mal sechs Meter große Scheibe des Beckens erfordert einen 55 Zentimeter dicken Spezialkunststoff. (20. 4. 2018)

3XN/ Gerner Gerner Plus

Viel Wohnraum auf schmalen Parzellen

Verdichtung liegt im Trend. Auch fürs Eigenheim mit Garten werden die Bauparzellen schmaler, besonders in raren und teuren Lagen am Stadtrand. Das "Town House" von Griffner ist dafür konzipiert, auf wenig Grundfläche möglichst viel Raum zu schaffen. Es gibt Varianten vom Einzel- bis zum Reihenhaus, alle in puristischem Design und mit viel Holz. (13. 4. 2018)

(c) www.stefanleitner.com

Dauerbrenner Beton – "SOS Brutalismus"

In den 1970er-Jahren dominierte Beton das Baugeschehen und gab auch im Design gern den Ton an; etwa bei der Osterkirche in Oberwart (Günter Domenig), heute sind viele Gebäude vom Abriss bedroht. Im Architekturzentrum Wien findet ab 3. Mai die Ausstellung "SOS Brutalismus – rettet die Betonmonster" mit internationalen und heimischen Objekten dazu statt, eigene Bilder von "Monstern" aus Beton können unter www.SOSBrutalism.org gepostet werden. (6. 4. 2018)

AzW/Günter Domenig

Holzbaupreis Kärnten 2017 vergeben

Im November 2017 wurden im Rahmen des Holzbaupreises Kärnten insgesamt 18 Gebäude prämiert. Der Preis wird alle zwei Jahre von ProHolz Kärnten und dem Architektur-Haus Kärnten ausgelobt. Einen der Hauptpreise heimste die Bioheumilchkäserei der Genossenschaft, Kaslab'n Nockberge (Bild), ein. Die Genossenschaft aus mehreren Bauern hatte die Käserei mit Holz aus den eigenen Wäldern und mithilfe regionaler Handwerker errichtet und die Jury mit der klaren Organisation und Struktur des Gebäudes überzeugt. (6. 4. 2018)

C. Brandstätter

Ein Winter-Chalet zum Mitnehmen

In der rekordverdächtigen Zeit von nur sechs Stunden wurde dieses Winterchalet im Innenhof des Palais Esterházy in Wien aufgebaut. Für Produktion und Aufbau dieser mobilen Almhütten, die überall aufgestellt werden können, benötigt der Eventausstatter Hütte & Co laut eigenen Angaben insgesamt nur drei Wochen. Die Idee dazu hatte Eigentümer Ernst Ranftl bereits vor zehn Jahren, seitdem hat er das Konzept kontinuierlich weiterentwickelt. Für die neuesten, besonders luxuriösen Varianten in Mischbauweise kommt über 100 Jahre altes, sonnenverbranntes Holz zum Einsatz, das handgehackt und speziell behandelt wurde. (3. 3. 2018)

 

(c) © Stefanie Starz/www.starz.at

Eine Brücke, die sich dehnen kann

Wie Perlen einer Kette reihen sich 20 bis 30 Betonelemente aneinander - und wenn sich die Temperatur verändert, ändert sich der Abstand zwischen den Elementen gleichmäßig. Diese Idee der TU Wien wurde nun als integrale Brücke umgesetzt, die auch bei großen Distanzen Dehnfugen überflüssigen macht. Verkürzt sich die Brücke etwa bei eisigen Temperaturen, entstehen zwischen benachbarten Betonelementen kleine Spalten - allerdings nur im Millimeterbereich, sodass diese keine Gefahr für die Asphaltfahrbahn darstellen. (24./25. 2. 2018)

(c) BERNHARD

Eine Schatzkiste mit verstecktem Atrium

2017 fertiggestellt, ist das neue Sammlungs- und Forschungszentrum Hall der Tiroler Landesmuseen für einige Architekturpreise nominiert. Zwei der drei Geschoße sind in der Erde versenkt. Im Außenring befinden sich nach dem Zwiebelprinzip 7500 Quadratmeter Depotflächen, dann folgen Gang- und Erschließungsring, im Kern gruppieren sich Arbeits- und Atelierräume um das begrünte Atrium. (17./18. 2. 2018)

Franz&Sue/ Andreas Buchberger

Grundrisse für Individualisten

Vor kurzem wurde im NV-Forum in St. Pölten der Niederösterreichische Wohnbaupreis 2017 vergeben. 42 Projekte waren eingereicht worden, vier davon wurden prämiert. Die Kategorie "Geschoßwohnbau" konnte das vom Wiener Architekturbüro Simon und Stütz Architekten konzipierte Projekt Badweg 26 in der Gemeinde Großweikersdorf für sich entscheiden. Die Jury gab sich besonders von der Flexibilität der Wohnungsgrundrisse beeindruckt, die die Abtrennung eines variablen Zimmers in den 2-, 3-, und 4-Zimmer-Einheiten ermöglichen. (10./11. 2. 2018)

[ Simon & Stütz Architekten]

Vergängliches Theater am Julierpass

Ein zehneckiges Theater auf 2284 Metern Höhe? Seit Sommer 2017 kein Traum des Theaterregisseurs Giovanni Netzer mehr, sondern Realität. Im Rahmen der Schweizer Kulturinitiative Origen wurden 1220 Bauteile zu dem roten Holzturm zusammengebaut, der bis 2020 bespielt wird. Danach wird er - in der Tradition flüchtiger Bühnenbauten - abgetragen, das Gelände samt Parkplatz renaturiert. (3./4. 2. 2018) www.origen.ch

 

(c) www.christianbrandstaetter.com

Kunsttreff und Ferienort in alter Wehrburg

Neue Besitzer, neue Nutzung: Die teilweise 800 Jahre alte Burg Kranichberg bei Gloggnitz wird von Julia und Gerhard Lehner in ein (Puppen-)Museum sowie Begegnungszentrum für Kunst/Kultur umgebaut, im Burghotel entstehen Ferienwohnungen. 1480 von Matthias Corvi nius eingenommen, brannte die Burg 1745 ab und wurde zum Teil im barocken Stil wiedererrichtet. Sie diente ab 1769 als Sommersitz für Wiener Bischöfe, bis 2010 wurde der Ort als Gast- und Braustätte genutzt. (20./21. 1. 2018)

Hendrich Real Estate

Kreatives Fassadenspiel

Für Schlangenphobiker ist dieses Wohnhaus in Grenoble wohl nichts. Doch das dürfte den französischen Architekten Éduard François, der für sein extravagantes Œuvre bekannt ist, wohl kaum tangieren. Ihm ging es bei "Le Python" um das kreative Spiel mit der Fassade.

> > Mehr Bilder dazu: Eine Python in der Stadt

(c) Croce & Wir

Haus mit Flügeln


Wie ein innovatives Energiekonzept aussehen kann, lässt sich am Active Energy Building in Vaduz (Liechtenstein) begutachten. Dank Nutzung von Geothermie und aktiver wie passiver Sonneneinstrahlung produziert das Gebäude mehr Energie, als es selbst verbrauchen kann. Ein besonderer Clou sind dabei die sieben Fotovoltaikflügel, die sich automatisch je nach Tageszeit entweder flach in die Dachstruktur einpassen oder sich nach dem Sonnenstand ausrichten. Das Wiener Architekturbüro Falkeis Architects investierte sechs Jahre in Entwicklung und Bau dieses futuristischen Mehrfamilienhauses, das im Herbst fertig gestellt wurde. (5. 1. 2018)

> > Mehr Bilder dazu: Ein Gebäude wie ein Organismus

(c) Roland Korner / Close Up AG

Sechzigerjahre ganz neu interpretiert

"Der Ausblick spielte die Hauptrolle", so Najjar & Najjar Architekten zum Umbau von Haus B in Wien. Die oft umgebaute Villa aus den 1960er-Jahren wurde entkernt; mit einer neuen Stützkonstruktion kam ein drittes Stockwerk dazu. Unten in Naturstein gehalten, wird das Haus nach oben immer luftiger - es folgt Aluminium, ganz oben Glas mit Blick auf Wiental, Alpenvorland und das Grenzland von Ungarn und Slowenien. (16. 12. 2017)

[ Najjar Haus B/Manfred Seidl]

Ins Land einischaun

Der Wohntraum vieler Österreicher (siehe unten) steht in Kärnten - ein Einfamilienhaus mit unverbautem Blick nach Süden, Westen und Osten. Die Weite der Landschaft war die bestimmende Inspirationsquelle für das Team des Klagenfurter Planungsbüros Spado Architects. Raumhohe Verglasungen öffnen die Wohn- und Schlafräume zur Landschaft, die Auskragungen des Daches schirmen die Sonne ab, um im Sommer eine Überhitzung der Innenräume zu vermeiden. (2. 12. 2017)

(c) Kurt Kuball

Vier gewinnt: Ein Haus als Dorf

Vier Wohntürme, arrangiert um eine hausinterne Piazza: So konzipierte das Architektenbüro Feld 72 das Südtiroler Einfamilienhaus an der Kalterer Weinstraße. Im Erdgeschoß bilden die Türme einen offenen Platz für Kommunikation und Gemeinschaft, im oberen Geschoß verbindet eine Brücke die einzelnen Häuser und deren Zimmer, die Rückzug und Konzentration ermöglichen. Das hohe Turmhaus führt zur Terrasse.

[ Feld72/Schreyer David]

Bauherrenpreis 2017: Die Gewinner

Im Odeon-Theater in Wien sind am 17. November 2017 die ZV-Bauherrenpreise vergeben worden. Ausgezeichnet wurden die Evangelische Kirche in Mitterbach, der Cateringpavillon Wolke 7 in Grafenegg (beide in Niederösterreich), bauliche Maßnahmen an Basilika und Geistliches Haus, Mariazell, der Erste Campus in Wien, die Kapelle Salgenreute in Krumbach (Bild) und die Sägerbrücke in Dornbirn (beide in Vorarlberg).

> > Mehr Bilder dazu: Die Gewinner des Bauherrenpreises 2017

 

Adolf Bereuter
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Binnenfenster zur Meereswelt

Im dänischen Jütland erhebt sich "Fjordenhus", der neue Firmensitz der Investorengruppe Kirk Kapital, aus dem Wasser. Gestaltet vom isländisch-dänischen Künstler Ólafur Elíasson, lieferte die österreichische Firma Waagner-Biro die gewölbten Stahl-Glas-Fassaden, die gebogenen Türen sowie die drei Haupttreppen inklusive Aufzüge. Die Kunstwerke im Erdgeschoß sind öffentlich zugänglich. (red., 27. 7. 2018)

(c) Anders Sune Berg (Anders Sune Berg)

Zubau für Salmhütte am Großglockner

Die großen Bauteile kamen per Hubschrauber, die kleineren sowie Arbeiter und Techniker zu Fuß: Die 2644 hoch gelegene Salmhütte im Nationalpark Hohe Tauern ist – in der kürzesten Variante in drei Stunden – nur über Bergwege zu erreichen. Der Zubau, der neben einer größeren Küche und Trockenraum auch auch eine Terrasse mit Ausblick (im Bild auf die Schobergruppe) bietet, wurde fast ausschließlich aus Holz gefertigt. (red., 28. 6. 2018)

Alpenverein/Salmhütte

Europäische Fassade 2018 gekürt

325 Einreichungen aus 27 Ländern ritterten beim Baumit-Life-Challenge-Award 2018 um den Sieg - eine 13-köpfige Jury wählte aus den 36 Nominierten den Gesamt- und sieben Kategoriesieger. Das Finale machte das spanische Collective Housing and Health Centre, den Spezialpreis des Jahresmottos "Struktur trifft Design" gewann das Haus Marie in Baden (Bild) von Caramel Architects. (red., 23. 6. 2018)

> > Mehr: Sieben Preisträger aus ganz Europa

Caramel Architects

Fünf Sterne statt Büros: Mandarin Oriental Hotel

In Ho-Chi-Minh-Stadt wird der Büro- und Shoppingkomplex Union Square grundlegend umgestaltet – und soll nach Fertigstellung neben Shops und
Gastronomie auch ein Mandarin-Oriental-Hotel beherbergen, das erste Fünf-Sterne-Hotel Vietnams. Geplant, wie jenes in Barcelona, von der Architektin und Designerin Patricia Urquiola. Details: 227 Gästezimmer und Suiten, sechs Restaurants und Bars, Tagungs- und Banketträume, Spa und Außenpool. (red., 1. 6. 2018)

Mandarin Oriental

Stein für Stein ein Urlaubs-Domizil I

Kräutergarten, Outdoor-Bar, Pool: Das schlicht gehaltene Haus der Architekten Gerner Gerner Plus steht auf Kreta und animiert zum Urlauben.

(c) Photographer: Rupert Steiner

Stein für Stein ein Urlaubs-Domizil II

Gebaut wurde das 60 Meter lange Haupthaus vorwiegend mit regionalen Baustoffen, etwa Stein.

(c) Photographer: Rupert Steiner

Stein für Stein ein Urlaubs-Domizil VI

Kerndämmung und Fußbodenheizung sorgen in den etwas kühleren Wintern für Behaglichkeit.

(c) Photographer: Rupert Steiner

Stein für Stein ein Urlaubs-Domizil III

Der Grundriss ist geradlinig und funktional organisiert.

(c) Photographer: Rupert Steiner

Stein für Stein ein Urlaubs-Domizil IIII

Die einstige Brachfläche musste mit einem erheblichen Aufwand bebaubar gemacht werden. (red., 23. 5. 2018)

Mehr Infos: www.gernergernerplus.com

(c) Photographer: Rupert Steiner

Stein für Stein ein Urlaubs-Domizil IV

(c) Photographer: Rupert Steiner

Wohnen mit Wasserfall

"16 Quartz" nennt sich die Anlage in Selangor, Malaysia, die mit dem Fiabci World Prix d'Excellence in der Kategorie Wohnbau ausgezeichnet wurden. Die von der Mitraland Group geplanten Häuser mit zeitgenössischem Design richten sich zu einem Garten, der eine Erweiterung der Wohnfläche bietet. Die Einreichfrist für den Fiabci Prix d'Excellence Austria für innovative, gesellschaftlich nachhaltige Immobilienprojekte läuft noch bis 6. Juni. (red., 17. 5. 2018)


Mitraland Group/Fiabci

Ganz in Stein: Eine Villa wie eine Skulptur I

Vier Elemente übereinander, die je nach Perspektive an die Bremer Stadtmusikanten erinnern – und eine Villa in Berlin darstellen.

(c) FRANK HERFORT

Ganz in Stein: Eine Villa wie eine Skulptur II

Geplant von Graft Architekten, steht sie für eine neue Villengeneration: Heimisches Material (Stein), flexible Grundrisse je nach Wohnbedürfnis, viel Privatsphäre (Fenster blicken in die Grünzonen der Nachbarn) und ausgerichtet am aktuellen Sonnenstand, um die Gebäudeklimatisierung per Erdwärme optimal zu unterstützen. (red., 9. 5. 2018)

(c) Tobias Hein

Betonpreis 2018

Nach Plänen von Architekt Max Rieder in 16 Monaten im Innenhof des Peterbrunnenhofes (Salzburg) errichtet, wurde das Haus der Volkskulturen mit dem 5. Betonpreis des Güteverband Transportbeton ausgezeichnet.

(c) Fotografie: Rainer Iglar / Salzb

Betonpreis 2018

Bemerkenswert die Bauart mittels Stampfbeton: Die Methode, eine Mischung aus Kies, Sand und Zement in einer Verschalung allein durch Stampfen zu festigen, wurde bereits um 1830 erfunden. (red., 4. 5. 2018)

(c) Fotografie: Rainer Iglar / Salzb

Zweite Chance für Seefrachtcontainer I

Leistbaren, qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Wohnraum zu schaffen ist das Ziel des Start-ups Containerwerk aus Deutschland. Es kauft gebrauchte Seefrachtcontainer auf und veredelt sie zu preiswertem Wohnraum. . . .

Containerwerk

Zweite Chance für Seefrachtcontainer II

. . . Durch ihr geringes Eigengewicht und die vielen Möglichkeiten bei der Fassadengestaltung eignen sich die Module zum Stapeln und können auch in bestehende Gebäudestrukturen eingebunden werden. (red., 2. 5. 2018)

Containerwerk

Begrüntes Aquarium für Schönbrunn I

6000 Quadratmeter auf vier Ebenen, die sich mit einem begrünten Dach in die Tiergartenlandschaft einfügen: Mit diesem geschwungenen Gebäude nehmen Gerner Gerner Plus Architekten aus Österreich gemeinsam mit dem dänischen Architekturbüro 3XN und den Technikexperten ATT am Bewerbungsverfahren für ein neues Aquarium des Tiergartens teil. . . .

3XN/ Gerner Gerner Plus

Begrüntes Aquarium für Schönbrunn II

. . . Großzügige Verglasung und ein wellenförmiger Eingang geleiten Besucher zum Eingangsbereich, der in die sanft geschwungene Wasserwelt führt.

3XN/ Gerner Gerner Plus

Begrüntes Aquarium für Schönbrunn III

. . . Das Zentrum des Gebäudes bildet das Haifischbecken. In diesem Bereich muss die Bodenplatte zusätzlich verstärkt werden, um den gewaltigen Lasten Stand zu halten. Die zwölf Mal sechs Meter große Scheibe des Beckens erfordert einen 55 Zentimeter dicken Spezialkunststoff. (20. 4. 2018)

3XN/ Gerner Gerner Plus

Viel Wohnraum auf schmalen Parzellen

Verdichtung liegt im Trend. Auch fürs Eigenheim mit Garten werden die Bauparzellen schmaler, besonders in raren und teuren Lagen am Stadtrand. Das "Town House" von Griffner ist dafür konzipiert, auf wenig Grundfläche möglichst viel Raum zu schaffen. Es gibt Varianten vom Einzel- bis zum Reihenhaus, alle in puristischem Design und mit viel Holz. (13. 4. 2018)

(c) www.stefanleitner.com

Dauerbrenner Beton – "SOS Brutalismus"

In den 1970er-Jahren dominierte Beton das Baugeschehen und gab auch im Design gern den Ton an; etwa bei der Osterkirche in Oberwart (Günter Domenig), heute sind viele Gebäude vom Abriss bedroht. Im Architekturzentrum Wien findet ab 3. Mai die Ausstellung "SOS Brutalismus – rettet die Betonmonster" mit internationalen und heimischen Objekten dazu statt, eigene Bilder von "Monstern" aus Beton können unter www.SOSBrutalism.org gepostet werden. (6. 4. 2018)

AzW/Günter Domenig

Holzbaupreis Kärnten 2017 vergeben

Im November 2017 wurden im Rahmen des Holzbaupreises Kärnten insgesamt 18 Gebäude prämiert. Der Preis wird alle zwei Jahre von ProHolz Kärnten und dem Architektur-Haus Kärnten ausgelobt. Einen der Hauptpreise heimste die Bioheumilchkäserei der Genossenschaft, Kaslab'n Nockberge (Bild), ein. Die Genossenschaft aus mehreren Bauern hatte die Käserei mit Holz aus den eigenen Wäldern und mithilfe regionaler Handwerker errichtet und die Jury mit der klaren Organisation und Struktur des Gebäudes überzeugt. (6. 4. 2018)

C. Brandstätter

Ein Winter-Chalet zum Mitnehmen

In der rekordverdächtigen Zeit von nur sechs Stunden wurde dieses Winterchalet im Innenhof des Palais Esterházy in Wien aufgebaut. Für Produktion und Aufbau dieser mobilen Almhütten, die überall aufgestellt werden können, benötigt der Eventausstatter Hütte & Co laut eigenen Angaben insgesamt nur drei Wochen. Die Idee dazu hatte Eigentümer Ernst Ranftl bereits vor zehn Jahren, seitdem hat er das Konzept kontinuierlich weiterentwickelt. Für die neuesten, besonders luxuriösen Varianten in Mischbauweise kommt über 100 Jahre altes, sonnenverbranntes Holz zum Einsatz, das handgehackt und speziell behandelt wurde. (3. 3. 2018)

 

(c) © Stefanie Starz/www.starz.at

Eine Brücke, die sich dehnen kann

Wie Perlen einer Kette reihen sich 20 bis 30 Betonelemente aneinander - und wenn sich die Temperatur verändert, ändert sich der Abstand zwischen den Elementen gleichmäßig. Diese Idee der TU Wien wurde nun als integrale Brücke umgesetzt, die auch bei großen Distanzen Dehnfugen überflüssigen macht. Verkürzt sich die Brücke etwa bei eisigen Temperaturen, entstehen zwischen benachbarten Betonelementen kleine Spalten - allerdings nur im Millimeterbereich, sodass diese keine Gefahr für die Asphaltfahrbahn darstellen. (24./25. 2. 2018)

(c) BERNHARD

Eine Schatzkiste mit verstecktem Atrium

2017 fertiggestellt, ist das neue Sammlungs- und Forschungszentrum Hall der Tiroler Landesmuseen für einige Architekturpreise nominiert. Zwei der drei Geschoße sind in der Erde versenkt. Im Außenring befinden sich nach dem Zwiebelprinzip 7500 Quadratmeter Depotflächen, dann folgen Gang- und Erschließungsring, im Kern gruppieren sich Arbeits- und Atelierräume um das begrünte Atrium. (17./18. 2. 2018)

Franz&Sue/ Andreas Buchberger

Grundrisse für Individualisten

Vor kurzem wurde im NV-Forum in St. Pölten der Niederösterreichische Wohnbaupreis 2017 vergeben. 42 Projekte waren eingereicht worden, vier davon wurden prämiert. Die Kategorie "Geschoßwohnbau" konnte das vom Wiener Architekturbüro Simon und Stütz Architekten konzipierte Projekt Badweg 26 in der Gemeinde Großweikersdorf für sich entscheiden. Die Jury gab sich besonders von der Flexibilität der Wohnungsgrundrisse beeindruckt, die die Abtrennung eines variablen Zimmers in den 2-, 3-, und 4-Zimmer-Einheiten ermöglichen. (10./11. 2. 2018)

[ Simon & Stütz Architekten]

Vergängliches Theater am Julierpass

Ein zehneckiges Theater auf 2284 Metern Höhe? Seit Sommer 2017 kein Traum des Theaterregisseurs Giovanni Netzer mehr, sondern Realität. Im Rahmen der Schweizer Kulturinitiative Origen wurden 1220 Bauteile zu dem roten Holzturm zusammengebaut, der bis 2020 bespielt wird. Danach wird er - in der Tradition flüchtiger Bühnenbauten - abgetragen, das Gelände samt Parkplatz renaturiert. (3./4. 2. 2018) www.origen.ch

 

(c) www.christianbrandstaetter.com

Kunsttreff und Ferienort in alter Wehrburg

Neue Besitzer, neue Nutzung: Die teilweise 800 Jahre alte Burg Kranichberg bei Gloggnitz wird von Julia und Gerhard Lehner in ein (Puppen-)Museum sowie Begegnungszentrum für Kunst/Kultur umgebaut, im Burghotel entstehen Ferienwohnungen. 1480 von Matthias Corvi nius eingenommen, brannte die Burg 1745 ab und wurde zum Teil im barocken Stil wiedererrichtet. Sie diente ab 1769 als Sommersitz für Wiener Bischöfe, bis 2010 wurde der Ort als Gast- und Braustätte genutzt. (20./21. 1. 2018)

Hendrich Real Estate

Kreatives Fassadenspiel

Für Schlangenphobiker ist dieses Wohnhaus in Grenoble wohl nichts. Doch das dürfte den französischen Architekten Éduard François, der für sein extravagantes Œuvre bekannt ist, wohl kaum tangieren. Ihm ging es bei "Le Python" um das kreative Spiel mit der Fassade.

> > Mehr Bilder dazu: Eine Python in der Stadt

(c) Croce & Wir

Haus mit Flügeln


Wie ein innovatives Energiekonzept aussehen kann, lässt sich am Active Energy Building in Vaduz (Liechtenstein) begutachten. Dank Nutzung von Geothermie und aktiver wie passiver Sonneneinstrahlung produziert das Gebäude mehr Energie, als es selbst verbrauchen kann. Ein besonderer Clou sind dabei die sieben Fotovoltaikflügel, die sich automatisch je nach Tageszeit entweder flach in die Dachstruktur einpassen oder sich nach dem Sonnenstand ausrichten. Das Wiener Architekturbüro Falkeis Architects investierte sechs Jahre in Entwicklung und Bau dieses futuristischen Mehrfamilienhauses, das im Herbst fertig gestellt wurde. (5. 1. 2018)

> > Mehr Bilder dazu: Ein Gebäude wie ein Organismus

(c) Roland Korner / Close Up AG

Sechzigerjahre ganz neu interpretiert

"Der Ausblick spielte die Hauptrolle", so Najjar & Najjar Architekten zum Umbau von Haus B in Wien. Die oft umgebaute Villa aus den 1960er-Jahren wurde entkernt; mit einer neuen Stützkonstruktion kam ein drittes Stockwerk dazu. Unten in Naturstein gehalten, wird das Haus nach oben immer luftiger - es folgt Aluminium, ganz oben Glas mit Blick auf Wiental, Alpenvorland und das Grenzland von Ungarn und Slowenien. (16. 12. 2017)

[ Najjar Haus B/Manfred Seidl]

Ins Land einischaun

Der Wohntraum vieler Österreicher (siehe unten) steht in Kärnten - ein Einfamilienhaus mit unverbautem Blick nach Süden, Westen und Osten. Die Weite der Landschaft war die bestimmende Inspirationsquelle für das Team des Klagenfurter Planungsbüros Spado Architects. Raumhohe Verglasungen öffnen die Wohn- und Schlafräume zur Landschaft, die Auskragungen des Daches schirmen die Sonne ab, um im Sommer eine Überhitzung der Innenräume zu vermeiden. (2. 12. 2017)

(c) Kurt Kuball

Vier gewinnt: Ein Haus als Dorf

Vier Wohntürme, arrangiert um eine hausinterne Piazza: So konzipierte das Architektenbüro Feld 72 das Südtiroler Einfamilienhaus an der Kalterer Weinstraße. Im Erdgeschoß bilden die Türme einen offenen Platz für Kommunikation und Gemeinschaft, im oberen Geschoß verbindet eine Brücke die einzelnen Häuser und deren Zimmer, die Rückzug und Konzentration ermöglichen. Das hohe Turmhaus führt zur Terrasse.

[ Feld72/Schreyer David]

Bauherrenpreis 2017: Die Gewinner

Im Odeon-Theater in Wien sind am 17. November 2017 die ZV-Bauherrenpreise vergeben worden. Ausgezeichnet wurden die Evangelische Kirche in Mitterbach, der Cateringpavillon Wolke 7 in Grafenegg (beide in Niederösterreich), bauliche Maßnahmen an Basilika und Geistliches Haus, Mariazell, der Erste Campus in Wien, die Kapelle Salgenreute in Krumbach (Bild) und die Sägerbrücke in Dornbirn (beide in Vorarlberg).

> > Mehr Bilder dazu: Die Gewinner des Bauherrenpreises 2017

 

Adolf Bereuter