Future Art Lab: Beginn der Bauarbeiten in Wien-Landstraße

Der Neubau am Campus der Musikuni soll ab 2020 Raum für die Institute sowie einen Pavillon mit Konzertsaal und Kino bieten. Die BIG investiert rund 24 Millionen Euro.

Future Art Lab, Wien-Landstraße
Future Art Lab, Wien-Landstraße
BIG/Pichler & Traupmann Architekten

Am Anton-von-Webern-Platz 1 in Wien-Landstraße haben vor kurzem die Bauarbeiten für das "Future Art Lab" an der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien begonnen. Der Neubau bietet auf rund 3400 Quadratmetern Raum für die Institute "Komposition, Elektroakustik und TonmeisterInnen-Ausbildung", "Konzertfach Klavier" sowie "Film und Fernsehen" (Filmakademie).

Zunächst wird mit dem Aushub, rund 23.000 m³ Material, der elf Meter tiefen Baugrube begonnen. Ab Mai 2018 erfolgt der Rohbau. Läuft alles plangemäß, werden die Arbeiten für das "Future Art Lab" im Herbst 2019 abgeschlossen. Nach Inbetriebnahme der technischen Anlagen und Einrichtung kann der Lehrbetrieb mit Sommersemester 2020 starten. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) als Bauherr und Liegenschaftseigentümer investiert rund 24 Millionen Euro.

Future Art Laab, BIG Pichler & Traupmann Architekten
Future Art Laab, BIG Pichler & Traupmann Architekten
Future Art Laab, BIG Pichler & Traupmann Architekten – BIG Pichler & Traupmann Architekten

Pavillon mit Konzertsaal und Kino

Die Pläne für den Neubau stammen von Pichler & Traupmann Architekten aus Wien. Das Future Art Lab wird als multifunktionaler, viergeschoßiger Pavillon im Süden des Campusareals errichtet. Das Institut Komposition, Elektroakustik und TonmeisterInnen-Ausbildung bezieht das erste Untergeschoß samt Aufnahmesaal und Klangtheater. Für natürliche Belichtung sorgt ein versenkter Innenhof. Im Erdgeschoß befinden sich ein großes Hauptfoyer und administrative Einheiten. Das flächenmäßig größte Institut, die Filmakademie, ist im ersten Obergeschoß angesiedelt. Hier gibt es künftig einen eigenen Kinosaal und eine großzügige Terrasse. Das Institut für Konzertfach Klavier samt eigenem Konzertsaal zieht künftig ins zweite Obergeschoß des Future Art Labs ein.

 

 
Raum-in-Raum-Bauweise

Um den hohen akustischen Anforderungen gerecht zu werden, kommt eine Raum-in-Raum-Bauweise zum Einsatz. Das bedeutet, zwischen Räumen mit hohem Geräuschpegel und Tragstruktur wird eine elastische Zwischenschicht eingezogen. Sie verhindert, dass die Schallschwingungen auf andere Gebäudetrakte übertragen werden. Zudem schützen starke Wände in Massiv- oder Trockenbauweise und Pufferbereiche wie Flure und Zwischenräume vor unerwünschter Geräuschbelastung. Für eine angenehme Akustik in den Räumen des Future Art Lab sorgen entsprechende Wand- und Deckenverkleidungen sowie schallabsorbierende Vorhänge. Auch die Haustechnik folgt den Anforderungen der Akustik. Die Lüftung wird besonders geräuscharm ausgeführt und schallsensible Räume über getrennte Systeme gespeist. Geothermie zur Unterstützung der Heizung und Kühlung, Abwärmenutzung und Wärmerückgewinnung, Bauteilaktivierung, Nachtkühlung sowie energiesparende Beleuchtungssysteme sichern Energieeffizienz im laufenden Betrieb.

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