Lichtquellen

Gartenbeleuchtung liegt im Trend - im Winter wie im Sommer

Bei der Planung und beim Kauf gilt es aber einiges zu beachten. Tipps für die Außenbeleuchtung.

Symbolbild.
Symbolbild.
Symbolbild. – (c) imago/Westend61 (imago stock&people)

Eine gut durchdachte Gartenbeleuchtung erfüllt mehrere Zwecke: Sie ist Wegbeleuchtung und Einbruchschutz, schafft aber auch eine angenehme Atmosphäre und verleiht Grundstück und Haus mehr Attraktivität. Bei der Planung einen Experten zurate zu ziehen, ist da eine Überlegung wert – nicht nur bei großen Außenbeleuchtungsprojekten.

Im Normalfall sei das bei gleicher Qualität nicht teurer, „der Unterschied von geplanter Beleuchtung ist aber definitiv sichtbar“, sagt David Huber, Geschäftsführer des oberösterreichischen Lichtplanungsbüros Illumina. Er entwickelt gemeinsam mit Architektur- und Elektronikexperten lichttechnische Lösungen für vielfältige Anwendungen – auch für den Garten. „Dezente, nicht sichtbare Beleuchtung, wie Baum- und Strauchanstrahlungen, sowie Leuchten aus natürlichen Materialien, wie Holz, Stein, Granit, liegen derzeit im Trend“, weiß Huber.

 

Hell, aber stromsparend

Möglich sei etwa auch eine lineare Beleuchtung an der Rasenkante. Ebenfalls gefragt seien optisch ansprechende, beleuchtete Skulpturen, Glasfaserleuchten sowie konventionelle Kugelleuchten.

Vom Leuchtmittel her geht der Trend bei allen Herstellern klar in Richtung lichtemittierende Diode (LED). „Der Vorteil liegt in der Energieersparnis und der längeren Haltbarkeit“, sagt Matthias Sandtner von Expert, einem Elektrofachhändler und -installationsbetrieb, der auch über ein Sortiment für Gartenbeleuchtung verfügt und teilweise die elektronische Verkabelung in Gärten übernimmt.

Zukunftsweisend auf dem Sektor intelligenter LED-Beleuchtung ist etwa das Philips-Hue-System. Auf der Fachmesse CES 2018 präsentierte Philips seine Smart-Home-Lösung um die Gartenbeleuchtung erweitert; die Außenlampen erfüllen dabei Sicherheits- wie auch dekorative Zwecke.

Neben modernen Leuchtmitteln machen auch Zeitschaltuhren die Gartenbeleuchtung effizient und stromsparend. Bei Neubauten lässt sich das fix im Zählerkasten installieren, ansonsten kann man sich mit Steckern behelfen.

 

Natürliche Veränderungen

Grundsätzlich rät Sandtner, bei Neubauten die Gartenbeleuchtung so weit wie möglich einzuplanen, dabei aber auch natürliche Veränderungen zu berücksichtigen. „Beim Einsatz von Akzentbeleuchtung sollte darauf geachtet werden, dass diese etwa bei Bäumen und Sträuchern flexibel bleibt, zum Beispiel durch Erdspieße und eine längere Zuleitung.“ Denn Pflanzen wachsen. „Und dadurch verändert sich auch die Beleuchtung bezüglich Anstrahlwinkel, Abstand und so weiter.“ Auch Illumina-Chef Huber warnt vor einem No-Go: „Häufig sehe ich in Gärten Strahler, die in den Himmel leuchten, anstatt auf eine Oberfläche aufzutreffen.“

Aktuell steigt, der Jahreszeit entsprechend, die Nachfrage nach Weihnachtsbeleuchtung. „Neben Klassikern, wie Kerzen für den Tannenbaum oder Lichterketten, sind LED-Projektoren mit Zeitschaltung sehr beliebt“, sagt Sandtner. „Diese projizieren Effekte auf die Hausfassade, etwa im Schneeflocken-Stil.“

Und es geht auch ohne Strom – Solarleuchten liegen im Trend. Gerade hier lauern jedoch im Handel viele bedenkliche Produkte. „Billige Wegwerf-Solarstrahler, die nach kurzer Zeit unterschiedlich oder gar nicht mehr leuchten, sind nicht nur ärgerlich für den Hausbesitzer, sondern produzieren auch viel Müll“, sagt Huber.

Was Sie beachten sollten bei . . . der Außenbeleuchtung

Tipp 1

Technische Details. Die Auswahl an Outdoor-Lampen ist groß, meist wird man sich für solche mit LED entscheiden. Beim Kauf der Beleuchtungskörper sollte man auf den „Color Rating Index“ (CRI) achten, also auf die Farbwiedergabe, empfiehlt Experte David Huber – das sei auch im Garten ein Qualitätsmerkmal für die LED. Konkret sollte der CRI-Wert größer als 90 sein.

Tipp 2

Tücken. Ungünstig platziert können Lampen zu Stolperfallen werden, Bodeneinbauleuchten sind da von Vorteil. Gerade bei Bodenstrahlern sollte man aber keinesfalls solche mit falscher Schutzart verwenden – diese sind dann nämlich undicht. Für den Außenbereich sollten Leuchten die Klasse IP44 besitzen, noch besser IP66. Auch das Material ist wichtig – Stahl statt Kunststoff.

Tipp 3

Fachkunde. Die gute Planung ist ein Aspekt – aber fast noch wichtiger ist Fachkunde bei der Installation der Beleuchtung. Lampen und Außensteckdosen sind das ganze Jahr ungeschützt der Witterung ausgesetzt und müssen robust genug sein, um Feuchtigkeit, Kälte oder Hitze zu widerstehen. Schon allein deshalb ist jedenfalls die Expertise eines Elektroinstallateurs einzuholen.

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