Fertighäuser legen leicht zu

Bilanz 2018. Die Fertighausbranche freut sich über einen Zuwachs von 1,67 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz stieg um 0,43 Prozent auf 702 Mio. Euro.

ziegler/vario haus

Der Österreichische Fertighausverband zieht eine positive Bilanz für das vergangene Jahr. Demnach legten die Fertigstellungen seiner Mitglieder im Ein- und Zweifamilienhausbereich 2018 insgesamt um 1,67 Prozent zu, beim großvolumigen Bau wurde ein Plus von 22,3 Prozent verzeichnet. Im Inland wurden im Vorjahr 2.558 Eigenheime errichtet, im Export waren es 666, das ergibt ein Gesamtplus von 53 Einheiten im privaten Bereich. Bei den großvolumigen Objekten, darunter fallen unter anderem Reihenhäuser, mehrgeschoßige Wohngebäude oder Schulen kommt man auf eine Anzahl von 120 errichteten Objekten.

Stimmung gedämpft

Auch beim Umsatz konnten die Mitglieder des Österreichischen Fertghausverbandes mit 0,43 Prozent leicht auf 702 Millionen Euro zulegen. Die Stimmung hingegen hat sich im Vergleich zu Anfang 2018 leicht eingetrübt. Demnach gehen zwar fünfzig Prozent der Hersteller von einer positiven Geschäftsentwicklung bis Jahresende aus, die andere Hälfte erwartet allerdings, bestensfalls den Status Quo erhalten zu können. Von einer „sehr positiven“ Entwicklung, wie sie noch im März des vergangenen Jahres 27 Prozent der Befragten erwarteten, ist heuer keine Rede mehr.

Ausbaustufen und Energiestandards

Am gefragtesten waren zwar mit 50,58 Prozent weiterhin belagsfertige Häuser, was aber einem Rückgang um etwa 3,5 Prozent in der Beliebtheit entspricht. Dafür konnte die höchste Ausbaustufe „schlüsselfertig“ nach den Anteilsverlusten im Jahr 2017 wieder um knapp vier Prozent auf 41,6 Prozent zulegen. Die Stufe „Ausbauhaus“ verlor erneut Anteile und liegt nunmehr bei 7,8 Prozent. 99,44 Prozent der Fertighäuser wurden im Niederenergiehaus-Standard ausgeführt, das Passivhaus verlor einmal mehr Anteile und rangierte im Vorjahr bei nunmehr 0,43 Prozent.

Niederösterreich führt

Mit einem Anteil von 28 Prozent am beliebtesten sind Fertigbauhäuer weiterhin in Niederösterreich, gefolgt von Wien mit 22 Prozent. Oberösterreich folgt mit 19 Prozent an dritter Stelle. Mit zwei Prozent am Ende des Rankings liegt einmal mehr Vorarlberg. Insgesamt lag der Anteil der Fertigbauten bei Ein- und Zweifamilienhäusern in Österreich im Vorjahr bei 28 Prozent. Das entspricht in absoluten Zahlen 4.187 Häusern.

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