Griechisches Kloster muss für Stausee umziehen

Das mittelalterliche Kloster der Heiligen Jungfrau von Tornikio wandert 120 Meter den Berg hinauf, um einem Stausee Platz zu machen. Dafür wurde das 260 Tonnen schwere Gebäude auf eine mobile Plattform gehievt.

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Das Kloster Grevena ist auf Wanderschaft – (c) AP (Nikolas Giakoumidis)

In der Nähe der nordgriechischen Stadt Grevena ist am Donnerstag ein byzantinisches Kloster auf Räder verlegt worden. Die Ingenieure haben damit begonnen, das 260 Tonnen schwere Kloster der Heiligen Jungfrau von Tornikio auf eine eigens dafür gebaute bewegliche Plattform zu hieven. Das Gebäude aus dem 12. Jahrhundert, in dem sich wertvolle Wandmalereien aus dem 15. und 18. Jahrhundert befinden, muss einem Stausee weichen und rund 120 Meter weit den Berg hinaufziehen.

Unter guten Wetterbedingungen könnte der Umzug weniger als eine Woche dauern. "Geht alles gut, schaffen wir bis zu 30 Meter am Tag", sagte der Ingenieur Dimitris Korres. 850.000 Euro zahlt die staatliche Stromgesellschaft für den Umzug des unbewohnten Nonnenklosters. An der alten Stelle soll ein Stausee zur Stromerzeugung und besseren Wasserversorgung von Thessaloniki und den angrenzenden Agrargebieten entstehen.

(Ag.)

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