'Allahu Akbar': 8000 Erdogan-Fans demonstrieren in Wien

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Sie hatten in den vergangenen Tagen für heftige Diskussionen in der österreichischen Innenpolitik gesorgt: Die Unterstützter des türkischen Premiers Recep Tayyip Erdogan, die sich am Sonntag in Wien versammelten. 8000 Menschen kamen nach Behördenangaben zu dem Marsch, der am Columbusplatz in Favoriten seinen Ausgang nahm.(c) EPA
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Der Grüne Bundesrat Efgani Dönmez hatte den Teilnehmern im Vorfeld ein "One-Way-Ticket" in die Türkei gewünscht - und entschuldigte sich später dafür.(c) APA
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"Yallah Bismillah Allahu Akbar“ ("Los geht’s im Namen Gottes, Gott ist allmächtig"), riefen die Erdogan-Anhänger am Sonntagnachmittag. Die Protestierenden vom Istanbuler Gezi-Park seien "Terroristen", erklärte der 23-jährige Mustafa .(c) EPA
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Die Teilnehmer kritisierten die Medienberichterstattung über die Demonstrationen in der Türkei. „Nachrichtensender wie BBC und CNN bringen falsche Nachrichten“, sagte die 25-jährige Esra. Es sei falsch, die türkische Polizei als Kriminelle und die Regierung als Diktatur darzustellen. Die Polizei habe nur auf die Steinwürfe der Demonstranten im Gezi-Park reagiert.(c) EPA
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Neben zahlreichen türkischen Nationalflaggen waren bei der Kundgebung auch Fahnen der regierenden islamisch-konservativen Regierungspartei AKP zu sehen.

Zu dem Protest war über Facebook aufgerufen worden. Die Person, die den Marsch bei der Polizei angemeldet hatte, wollte anonym bleiben.(c) APA
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Rund 600 Personen nahmen indes an einer Gegenkundgebung in der Wiener Innenstadt teil. "Erdogan darf nicht alle Kritiker mundtot machen“, kritisierte die 35-jährige Hülya.(c) EPA
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Die Polizei betonte, bei der Planung der Märsche für und gegen Erdogan habe man darauf geachtet, dass sich ihre Routen nicht kreuzten.(c) EPA
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Am Abend nahmen im Resselpark am Karlsplatz rund 80 Personen an einer weiteren Demonstrationen gegen die türkische Regierungspolitik teil. Im Juni hatte es bereits mehrere Kundgebungen gegeben, die sich mit der Protest-Bewegung solidarisch zeigten.(c) APA
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Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) appelliert, "Konflikte, die es derzeit in der Türkei gibt, nicht in Österreich auszutragen. Ich glaube, wenn jemand zugewandert ist, um sich hier eine Existenz aufzubauen, sollte er sich auch als Österreicher fühlen und Konflikte nicht in das Land hereinbringen und auf der Straße austragen."

> Mehr zur Einschätzung der Situation von Sebastian Kurz.(c) REUTERS (� Herwig Prammer / Reuters)