Monarchisten kämpfen um Unterschriften und den Kaiser

Ein Habsburger könnte einen Bund von Donaustaaten regieren und Adelstitel gehören wieder eingeführt: Mit diesem Programm will die schwarz-gelbe Allianz die Wählerschaft überzeugen.

Monarchisten kaempfen Unterschriften Kaiser
Monarchisten kaempfen Unterschriften Kaiser
Symbolbild – (c) APA (ROLAND SCHLAGER)

Mit den Monarchisten sammelt eine weitere Kleinpartei Unterstützungserklärungen für die Nationalratswahl im Herbst. Die "schwarz-gelbe Allianz" kämpft unter anderem für einen Bund der Donaustaaten unter einem gemeinsamen Kaiser. Dies könnte etwa ein Mitglied aus dem Haus Habsburg sein, schlug Wahlkampfkoordinator Alexander Simec am Donnerstag bei einer Pressekonferenz vor. Eine absolute Monarchie sei aber nicht das Ziel.

"Unsere Bewegung könnte sicher Platz greifen", gab sich Lacy A. Milkovics, Pressesprecher der schwarz-gelben Allianz optimistisch. Man sei darum bemüht, die "hervorragenden Kontakte" zu gleichartigen Bewegungen etwa in Ungarn, Tschechien und der Slowakei noch zu verstärken.

Dass die Monarchisten in den anderen Ländern des angestrebten Staatenbundes ein gewichtiges Wort mitzureden haben müssten, ist den Verantwortlichen klar. Weniger klar ist der Allianz, wer dann als erster Kaiser regieren sollte. Jedenfalls werde man die Frage gemeinsam mit dem Volk entscheiden müssen, bis die Erbfolge alles von selbst regelt. Und: "Wir favorisieren das Haus Habsburg ohne uns auf eine Person festlegen zu wollen", so Simec.

Adelstitel wiedereinführen

Der neue Kaiser sollte übrigens Mandate, welche im Parlament für die Nichtwähler stehen sollten, mit "verdienten" Persönlichkeiten besetzen. Adelstitel gehörten freilich wieder eingeführt. Ansonsten will die Allianz etwa eine "gemeinsame europäische Umwelteingreiftruppe" sowie verpflichtende Volksabstimmungen zum Bau von Atomkraftwerken einführen, eine Art Strafsteuer auf gewaltverherrlichende Computerspiele einheben und Cannabis unter staatlichem Vertriebsmonopol legalisieren, zählte die stellvertretende Parteichefin Nicole Fara auf.

Aufgeben wollen die Monarchisten übrigens auch nicht, wenn sie die notwendigen Unterstützung aus der Bevölkerung nicht bekommen. "Wenn wir es diesmal nicht schaffen, dann ist es auch kein Beinbruch", so Wahlkampfleiter Simec. "Dann probieren wir es nächstes Mal wieder."

(APA)

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