Strache will "islamische Biotope austrocknen"

In seiner "Rede für Österreich" warnt der FPÖ-Chef vor einem rot-schwarzen Stillstand und wirbt für eine striktere Zuwanderungspolitik.

Strache warnt oesterreichRede weiterem
Strache warnt oesterreichRede weiterem
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache – (c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat am Donnerstag im Palais Epstein seine "Rede für Österreich" gehalten. Darin lobte er das Abschneiden seiner Partei bei der geschlagenen Nationalratswahl: Die Blauen seien die "großen Wahlsieger" gewesen und würden "auf Augenhöhe mit den ehemaligen Großparteien" liegen.

"Ich habe auch sehr bewusst versucht, auf die stärkste Partei zuzugehen und dieses Partei aufgefordert, diese dümmliche Ausgrenzung zu beenden", wetterte Strache dann neuerlich gegen die SPÖ, die nach wie vor eine Koalition mit den Freiheitlichen ablehnt. "Aber es gibt Hoffnung, dass es auch in SPÖ Kräfte gibt, die den Mut haben, sich auch öffentlich zu äußern und darauf aufmerksam zu machen, dass sie nicht bereit sind, das zu unterstützen." Dennoch werde bereits wieder "fleißig an einer Neuauflage der rot-schwarzen Koalition verhandelt". Es stehe zu befürchten, dass "das Ungemach der letzten Jahr sich fortsetzt".

"Leute werden ausgesackelt"

Inhaltlich holte sich Strache von den Funktionären vor allem für die Forderungen nach einer strikteren Zuwanderungspolitik, einer klaren Ablehnung eines EU-Beitrittes der Türkei sowie der Forderung nach mehr nationalstaatlicher Eigenständigkeit statt zentraler Steuerung aus Brüssel Applaus ab. "Es ist dafür Sorge zu tragen, dass unsere Kinder nicht zu einer Minderheit in der eigenen Heimat werden", so Strache.

Eine Warnung sprach der FPÖ-Obmann vor der "Entwicklung von islamischen Parallelgesellschaften" aus, die es in ganz Europa gebe. "Solche Biotope müssen ausgetrocknet werden." Zur Türkei sagte er, jegliche Beitrittsgespräche seien zu beenden: "Die Türkei hat nichts in Europa verloren." Generell sei der soziale Frieden innerhalb der EU "massiv gefährdet". "Die EU verhält sich wie eine global organisierte Räuberbande, die von Lobbyisten und Spekulanten beherrscht wird, die Leute werden bis aufs letzte Hemd ausgesackelt", wetterte er.

Absage an Gesamtschule

"Es ist Zeit, dass wir uns wieder Souveränitäten nach Österreich aus Brüssel zurückholen", rief Strache unter dem Applaus der rund 200 Gäste. Daher fordere die FPÖ den Ausstieg aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus. Über dieses Thema müsse es zu einer Volksabstimmung kommen, sagte Strache, der erneut ein Mehr an direkter Demokratie einforderte.

Eine klare Absage erteilte Strache der Gesamtschule. Außerdem will er Schulen mit Ganztagsmöglichkeit, "aber ohne Ganztagszwang". Und neben der Schaffung von Kinderbetreuungseinrichtungen müsse man auch über ein Kindererziehungsgehalt über jene nachdenken, die bei ihren Kindern zuhause bleiben wollen, so der FPÖ-Chef.

(APA)

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