"Schande für Politik": Koalition fordert Mölzers Rücktritt

"Schande für Politik": Koalition fordert Mölzers Rücktritt
Andreas Mölzer / Bild: APA/HERBERT PFARRHOFER 

Der FPÖ-EU-Abgeordnete sei nach seinen "unwürdigen" Äußerungen nicht länger tragbar, erklären SPÖ und ÖVP in einer gemeinsamen Aussendung.

 (DiePresse.com)

SPÖ und ÖVP haben am Montag FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gemeinsam aufgefordert, seinen Parteifreund Andreas Mölzer zum Rücktritt zu bewegen. Der EU-Abgeordnete sei nicht "länger tragbar und eine Schande für die Politik", heißt in einer Aussendung von SP-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos und VP-Generalsekretär Gernot Blümel.

Mölzer Äußerungen seien "unwürdig, inakzeptabel und untragbar", heißt es in der Aussendung. Der freiheitliche EU-Spitzenkandidat hatte die EU als Diktatur bezeichnet, gegen die "das Dritte Reich wahrscheinlich formlos und liberal" gewesen sei. Außerdem benutzte er im Zusammenhang mit der Union den Ausdruck "Negerkonglomerat".

Der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, forderte am Montag ebenfalls erneut den Abtritt Mölzers. Die gleiche Meinung vertritt die EU-Spitzenkandidatin der Grünen, Ulrike Lunacek: "Der Spitzenkandidat der FPÖ für die Europawahlen ist schon vor der Wahl rücktrittsreif." Neos-Spitzenkandidatin Angelika Mlinar fordert Mölzer ebenfalls auf, "endlich Konsequenzen aus seinen widerlichen Aussagen zu ziehen."

Strache hatte vergangene Woche erklärt, nach der Entschuldigung Mölzers sei die Sache für ihn "gegessen".

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(APA/Red. )

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