"Ignoranz der Bundeshymne": Grüne Frauen rügen Gabalier

Die Grünen Frauen Wien haben "Volks-Rock'n Roller" Andreas Gabalier einen offenen Brief geschrieben. Er hatte beim Grand Prix in Spielberg nur die "großen Söhne", nicht aber die Töchter besungen.

Andreas Gabalier
Andreas Gabalier
Andreas Gabalier – GEPA pictures

Der Auftritt von Andreas Gabalier beim Grand Prix von Österreich in Spielberg am vergangenen Sonntag hat die Grünen Frauen Wien verärgert. Denn der steirische Sänger sang statt dem neuen Text der Bundeshymne, in dem die "großen Töchter und Söhne" gepriesen werden, die alte Variante (nur "Söhne").

Die Grünen Wiener Frauen schrieben nun einen offenen Brief an Gabalier, den sie auch auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichten. Daran kritisieren sie die "Ignoranz der Bundeshymne". Dass der "Volks-Rock'n Roller" die Leistungen der Frauen nicht gewürdigt habe, sei "nicht akzeptabel". 

Sollte Gabalier die neue Version "willkürlich ignoriert" haben, "ersuchen wir um eine Klarstellung aus welchem Grund Sie Gesetzesbeschlüsse umgehen".

Offener Brief der Grünen Frauen Wien
Offener Brief der Grünen Frauen Wien
Offener Brief der Grünen Frauen Wien – (c) Screenshot (Facebook: Grüne Frauen Wien)

Gegenüber der Tageszeitung "Heute" sagte Gabalier, er habe die Hymne "klassisch" wiedergegeben, "wie ich es mit acht Jahren in der Schule gelernt habe". 

Bundeshymne

SPÖ, ÖVP und Grüne haben im November 2011 beantragt, die "Töchter" in die Hymne aufzunehmen. Ein entsprechender Gesetzesbeschluss folgte im Dezember. Seither heißt es in dem Lied: "Heimat großer Töchter und Söhne". Eine zweite Änderung gibt es in Strophe drei. Dort wurden die "Bruderchöre" durch "Jubelchöre" ersetzt. In der Begründung des Antrags hieß es, dass sich in den 60 Jahren seit der Textung der Hymne durch Paula Preradovic der Sprachgebrauch geändert habe.

>> Der offene Brief auf Facebook

>> Bericht der Tageszeitung "Heute"

(Red.)

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