Heinz-Christian Strache: Bereit zum Duell

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"Gott schütze Wien": So kommentierte Wiens Bürgermeister Michael Häupl die voraussichtliche Kandidatur von FP-Chef Heinz-Christian Strache bei der Wien-Wahl schon vor knapp einem Jahr. Seit dem FP-Parteitag im Juni ist klar: Der blaue Wiener Chef steigt gegen den Bürgermeister in den Ring.(c) APA (Georg Hochmuth)
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Immer wieder wurde Strache vorgeworfen, dass er nur eine Kopie des alten Jörg Haider sei - ein Abklatsch des Originals. Nunmehr hat er es geschafft, sich aus Haiders Schatten zu lösen. Er hat mittlerweile seine dritte Amtszeit als FP-Chef angetreten.(c) Die Presse (Michaela Bruckberger)
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Strache bezeichnet sich selbst als echten Wiener - in Wien kommt er auch am 12. Juni 1969 zur Welt. Er besucht die Handelsschule Weiss und schließt eine vierjährige Lehre als Zahntechniker ab. Kurz versuchte sich Strache auch an einem Geschichte-Studium an der Universität Wien. Das Studium brach er schnell wieder ab und gründete 1993 ein Zahntechnikunternehmen.(c) APA (Harald Schneider)
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Bereits 1991 wurde er Wiener FPÖ-Bezirksrat. Strache ist Mitglied der schlagenden deutsch-nationalen Burschenschaft "Vandalia", dessen Traditionen er sich gerne bedient. Nachdem er sich 2004 von einem Salzburger Arzt beleidigt fühlte, forderte er ihn zum Säbelduell mit stumpfen Klingen heraus.(c) APA
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Die Vergangenheit holt Strache auch in späteren Jahren ein. Anfang 2007 tauchten Bilder auf, auf denen Strache angeblich bei Wehrsportübungen mit Neo-Nazis zu sehen sein soll. Strache wies alle Vorwürfe von sich. Die Fotos würden ihn nur beim Paintballspielen zeigen, erklärte er.(c) APA
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Später gab er zu, in seiner Jugend Kontakte zur seit dem Jahr 1994 verbotenen neonazistischen Wiking-Jugend gehabt zu haben.(c) APA
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Auf einem weiteren Foto soll er mit dem Widerstandsgruß der österreichischen Neo-Nazis zu sehen sein - dem Kühnen-Gruß (gestreckter rechter Arm mit drei gespreizten Fingern). Strache verteidigte sich und erklärte, dass er wohl nur drei Bier bestellt habe.(c) APA (Emmerich Maedl)
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In der FPÖ hat Strache einen steilen Aufstieg hinter sich, den er indirekt auch seinem Mentor Haider zu verdanken hat. Strache wurde im Jahr 2001 stellvertretender Klubobmann der FPÖ im Wiener Landtag. Bereits zu dieser Zeit sorgte er für Aufregung, er lehnte den Plan zur Stadtbürgerschaft und dem damit verbundenen Ausländer-Wahlrecht strikt ab.(c) AP (Ronald Zak)
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Als sich 2005 die Partei spaltete und die FPÖ-Minister der schwarz-blauen Koalition zu Haiders BZÖ überliefen, war Straches Stunde gekommen. 2005 wurde er auf einem Sonderparteitag in Salzburg zum neuen FPÖ-Obmann gewählt.(c) APA (Helmut Fohringer)
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Zur Nationalratswahl 2006 plakatierte die FPÖ: "Pummerin statt Muezzin!" oder "Daham statt Islam!"(c) AP (Hans Punz)
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Im Dezember 2009 gelang dem FPÖ-Chef ein parteipolitischer Coup: Er holte das abtrünnige Kärntner BZÖ zurück in die blaue Familie. Aus dem BZÖ-Kärnten wurden die Freiheitlichen in Kärnten (FPK), ihr Obmann Uwe Scheuch (links im Bild)(c) APA (Georg Hochmutz)
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Eine Schlappe fuhr Strache bei der Präsidentschaftswahl ein - Strache war auf den Wahl-Werbesujets omnipräsent. Kandidatin Barbara Rosenkranz kam auf das schlechteste blaue Ergebnis aller Zeiten.(c) APA (Roland Schlager)
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Strache ist geschieden und hat aus erster Ehe mit einer Tochter des Wiener Rindfleischkönigs Ewald Plachutta zwei Kinder. Sein Privatleben sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Vergangenes Jahr gab es das Liebes-Aus mit seiner Freundin Andrea, danach war die Grazerin Sissy Atzlinger seine Begleiterin. Zu Sommerbeginn trennten sie sich.(c) APA (Gert Eggenberger)
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Heinz-Christian Strache: Bereit zum Duell mit dem Bürgermeister

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