Haidlmayr: Absage der Kandidatur "nicht freiwillig"

Die Grüne Geschäfts-Führerin Michaela Sburny bedauert Haidlmayrs Absage, betont aber, dass dies die freie Entscheidung der Behindertensprecherin gewesen sei. Haidlmayr erklärt, sie sei "anonym dazu gezwungen worden".

Theresia Haidlmayer, Die Gruenen, Parlament, barrierefreier Zugang, Behinderte Menschen, Behinderung
Theresia Haidlmayer, Die Gruenen, Parlament, barrierefreier Zugang, Behinderte Menschen, Behinderung
(Fabry Clemens)

Die Grüne Bundesgeschäftsführerin Michaela Sburny bedauert, dass Behindertensprecherin Theresia Haidlmayer nicht erneut für den Nationalrat kandidieren will. Haidlmayer habe "tatsächlich sehr viel geleistet, nicht nur für behinderte Menschen", betonte Sburny - und betonte gleichzeitig, dass es sich hierbei und eine alleinige Entscheidung Haidlmayrs handle.

Theresia Haidlmayr zeigte sich von der Reaktion Sburnys "schwer enttäuscht". Sie erklärte, ihre Entscheidung sei "absolut keine freiwillige" gewesen, vielmehr sei sie "anonym dazu gezwungen worden".

Haidlmayr dementierte die Aussage Sburnys, dass beim Grünen Bundeskongress per Wahl über die Listeplätze für die Kandidaten entschieden werde. Vielmehr sei dort bereits im Vorfeld paktiert, wie gewählt werden muss. Haidlmayr sei die einzige Abgeordnete gewesen, die jetzt auf einem Bundesmandat sitze, "und die gefragt worden ist, ob sie wieder kandidieren will". Bei allen anderen sei klar gewesen, "dass diese praktisch wieder ihren Platz im Nationalrat haben werden", erklärte die Behindertensprecherin.

Bundesgeschäftsführerin Sburny hatte zuvor erklärt, dass bei den Grünen die Abgeordneten für die Listenerstellung gewählt werden - und dass es niemanden gebe, der irgendjemand anderem sagen könne, dass dieser einen fixen Listenplatz habe.

Haidlmayr hatte am Donnerstag erklärt, nicht kandidieren zu wollen, da sie "keine Chance" habe, ein wählbares Mandat auf der Bundesliste beim Bundeskongress zu erhalten. Bei dieser Entscheidung will sie auch bleiben.

 

(APA/Red.)

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