Rechtsradikalismus-Vorwürfe gegen Mitarbeiter von Martin Graf

Mitarbeiter des Dritten Nationalrats-Präsidenten (FPÖ) sollen bei einem einschlägigen Versandhaus bestellt haben - unter anderem "White Power" - T-Shirts. Laut FP-Generalsekretär Vilimsky war "nichts Verbotenes dabei".

Martin Graf
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(c) AP (Lilli Strauss)

Der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ) muss sich mit neuen Rechtsradikalismus-Vorwürfen auseinandersetzen. Medien-Berichten vom Montag zufolge sollen Büro-Mitarbeiter des Abgeordneten bei dem rechtsradikalen deutschen Internet-Versandhaus "Aufruhr" einschlägige Literatur und T-Shirts mit rechtsradikalen Aufschriften bestellt haben.

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky bestätigte am Montag per Aussendung Bestellungen bei dem Verlag. Allerdings sei "nichts Verbotenes" dabei gewesen. Die Mitarbeiter des Dritten Nationalratspräsidenten seien "politisch interessiert" und hätten "schon über verschiedene Versandhäuser bestellt", so Vilimsky.

Prammer verlangt Klarstellung

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) verlangte indes in der Tageszeitung "Österreich"(Dienstag-Ausgabe) von Graf eine "Klarstellung". Graf habe "Erklärungsbedarf, wennn das stimmt, was der Herr Abgeordnete Öllinger recherchiert hat".

Grünen-Sozialsprecher Karl Öllinger hatte die Causa auf das Tapet gebracht. Er legte mehreren Zeitungen Bestelldaten des "Aufruhr"-Verlages vor, wonach unter anderem Grafs IT-Beauftragter Sebastian Ploner Bücher wie "Funkenflug - Das Handbuch für nationale Aktivisten", "Deutschland ist größer als die Bundesrepublik" oder Hemden und T-Shirts mit Parolen wie "White Power" oder "Ich bereue nichts" bestellt haben soll.

Ploner bestritt gegenüber dem "Kurier" (Montag-Ausgabe) nicht, bei dem Verlag bestellt zu haben - er gab aber nicht bekannt, was. Graf gab am Montag keine Stellungnahme ab.

Graf ist Mitglied der Burschenschaft "Olympia". Seine Wahl zum Dritten Nationalratspräsidenten im Oktober war deswegen umstritten gewesen.

(APA/Red.)

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