Werbewatchgroup: Grünes "Bussi-Plakat" sexistisch

Ein Sujet, das den Nationalratsabgeordneten Julian Schmid mit Kussmündern übersät zeigt, betreibe "Sexualisierung des Mannes".

Der Nationalratsabgeordnete Julian Schmid auf und vor dem umstrittenen Plakat
Der Nationalratsabgeordnete Julian Schmid auf und vor dem umstrittenen Plakat
Der Nationalratsabgeordnete Julian Schmid auf und vor dem umstrittenen Plakat – (c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

Die Werbewatchgroup stuft ein Plakat der Wiener Grünen, das den Politiker Julian Schmid übersät mit Kussmündern zeigt, als sexistisch ein. Das hat das Gremium auf seiner Webseite bekannt gegeben. Die Neos haben gegen das Plakatmotiv vergangene Woche Beschwerde eingereicht.

Auf dem Plakat der Grünen Wien, mit dem für die Landtags- und Gemeinderatswahl am 11. Oktober geworben wird, ist der Nationalratsabgeordnete Julian Schmid mit roten Kussmündern bedeckt zu sehen. Dazu ist der Slogan zu lesen: "Ich bin Öffi für alles." Schmid kandidiert in Wien nicht.

"Sexualisierung des Mannes"

Die Entscheidung der Werbewatchgroup wird auf der Webseite folgendermaßen begründet: "Die Inszenierung des lächelnden Mannes mit dem Slogan 'Ich bin Öffi für alles', suggeriert, dass er für sexuelle Abenteuer offen ist, dadurch findet eine Sexualisierung des Mannes statt. Diese Sexualisierung wird durch die verschiedenen Lippenstiftabdrücke noch verstärkt."

Der Befund wurde von der Werbewatchgroup Graz erstellt - mit der die Wiener Gruppe in jenen Fällen kooperiert, in denen eine Befangenheit vorliegen könnte. Die Werbewatchgroup Wien gibt es seit 2012, ihre Einrichtung war 2010 im rot-grünen Regierungsübereinkommen beschlossen worden.

(APA)

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