"Plem-Plem": Team Stronach erwägt KommAustria-Beschwerde

Der Politologe Peter Filzmaier analysierte das "Sommergespräch" mit Frank Stronach für die "ZiB 2". Die Partei wirft ihm "Untergriffigkeiten" vor.

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(c) ORF (Günther Pichlkostner)

Das Team Stronach erwägt nach dem ORF-„Sommergespräch“ mit Parteigründer Frank Stronach eine Beschwerde bei der KommAustria. Dabei geht es aber nicht um die Unterhaltung zwischen dem Austrokanadier und Moderatorin Susanne Schnabel, sondern um die anschließende Analyse durch den Politologen Peter Filzmaier in der „ZiB 2“. Team-Stronach-Generalsekretär Christoph Hagen stieß sich am Dienstag an den „Untergriffigkeiten“ des Wissenschafters und hielt es für bedenklich, dass sich Moderatorin Lou Lorenz-Dittelbacher nicht von dessen „Plem-Plem-Sager“ distanziert habe. Der Mediensprecher verwies auch auf Postings dazu auf der Facebookseite der Partei, diese seien der „Beweis, dass man hier eine Grenze überschritten hat“.

Konkret hatte Filzmaier im ORF gesagt: „Ich fühle mich ehrlich besorgt, eher hilflos, denn einerseits würde ich gerne die Parteimitglieder des Team Stronach an einen Lügendetektor anschließen, um herauszufinden, ob sie sich das denken, was vielleicht auch die Kürzestanalyse mancher Zuseher ist, in drei Worten nämlich: Er ist plem-plem.“

"Der größte Fehler von Frank Stronach war Frank Stronach"

Schon zuvor hatte der Politologe in seinem sechsminütigen Fernsehauftritt nicht mit Kritik gespart. Gleich zu Beginn meinte er, man habe schon vor dem „Sommergespräch“ gewusst, wo die Partei derzeit stehe, sie sei nämlich „politisch eine Art lebender Leichnam“. Für diese Beurteilung reiche demnach die reine Betrachtung des Parteinamens: Es sei stets um die Person Frank Stronach gegangen, während „der Beiname Team sowieso der blanke Hohn war“. Denn, so Filzmaier: „Dieses Team war so stabil, dass ein Kartenhaus einen Betonbunker darstellt“, verwies er darauf, dass von den ursprünglich elf Nationalratsabgeordneten nur noch sechs übrig geblieben sind: „Es war ein Kommen und Gehen, dass die sich fast in einer Reihe hätten aufstellen müssen wöchentlich, damit man durchzählt, wer überhaupt noch beim Team ist.“

Dass es Stronach im „Sommergespräch“ als Fehler bezeichnet hatte, dass er in den vergangenen vier Jahren so selten in Österreich war, ließ Filzmaier weiters so nicht gelten: „Mit allem Respekt, der größte Fehler von Frank Stronach war Frank Stronach.“

>>> Peter Filzmaier in der „ZiB 2“

(hell/APA)

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