Wird Barbara Blaha neue Direktorin des Renner-Instituts?

Noch ist unklar, wer die Nachfolge des im August verstorbenen Karl Duffek antreten wird. Kanzler Kern soll die Ex-SPÖlerin präferieren.

Barbara Blaha
Barbara Blaha
Barbara Blaha – (c) Clemens Fabry

In der SPÖ steht eine Personalentscheidung an. Wie der „Kurier“ berichtet, endet kommenden Freitag die Bewerbungsfrist für das Direktorat des Renner-Instituts, der Polit-Akademie der Sozialdemokraten. Die Ausschreibung wurde notwendig, nachdem der bisherige Direktor Karl Duffek Anfang August gestorben war. Wer seine Nachfolge antritt, ist noch nicht sicher. Laut „Kurier“ soll Bundeskanzler Christian Kern aber eine Frau bevorzugen, und zwar die frühere Chefin der Studentenvertretung ÖH, Barbara Blaha.

Der ehemalige Kanzler und nunmehrige Präsident des Renner-Instituts Alfred Gusenbauer sprach sich in dem Bericht ebenfalls für eine Direktorin aus. „In der Ausschreibung steht: bevorzugt Frauen“, wird er zitiert. Es bräuchte eine „intellektuelle, politische Führungskraft“ mit Management- und „kaufmännischer Qualifikation“.

Allerdings, so der „Kurier“, soll Gusenbauer Vorbehalte gegen die Autorin und Gründerin des Politkongresses Momentum haben. Er hatte nämlich im Nationalratswahlkampf 2006 ankündigt, die Studiengebühren abschaffen zu wollen, tat es dann aber nicht. Daraufhin trat Blaha 2007 aus der SPÖ aus. Angeblich soll ihr das der Altkanzler nach wie vor übel nehmen, auch wenn er nun dem „Kurier“ sagte: „Ich stehe allen vorbehaltlos gegenüber. Jeder hat seine Geschichte. Ich trage nichts nach.“

>>> Bericht im "Kurier"

(Red.)

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