10 Jahre Klubobmann Heinz-Christian Strache

FPÖ-Chef Strache hat im Parlament mit zahlreichen Wegbegleitern und Partei-Granden das Jubiläum seiner Obmannschaft im Nationalratsklub gefeiert.

 Heinz-Christian Strache 2006
 Heinz-Christian Strache 2006
Heinz-Christian Strache 2006 – Reuters

Es war eine schwierige Zeit. Jörg Haider hatte sich kurz zuvor abgespalten und das BZÖ gegründet. Zurück blieb eine Partei, kurz vor der völligen Auflösung. Und eine kleine Gruppe, die noch nicht aussteigen wollte. Die Umfragen lagen bei drei Prozent, das Team rund um den Klub war - laut eigenen Angaben - "ein personelles Zufallsprodukt". Ihr Chef: ein gewisser Heinz-Christian Strache, neuer Obmann der FPÖ im Parlament. Zehn Jahre später ist er noch immer da. Die Freiheitlichen feierten am Montag das Jubiläum des Parteichefs. "Ich war von Anfang an überzeugt, dass das gelingen wird", sagte er bei dem Festakt.

So lieferten zunächst Klubdirektor Norbert Nemeth und FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer einen kurzen Abriss über die Zeit der Partei seit Straches Start als Obmann. Hofer - vom Publikum mit großem Beifall bedacht - dankte seinem Chef für sein langjährige Tätigkeit: "Ohne dich wäre das alles nicht möglich gewesen - weder der Aufstieg der Partei, die ohne dich nicht existieren würde, noch der Aufstieg des Klubs, der im Haus hoch angesehen ist."

"Danke, dass es dich gibt, Mama"

Zum Schluss seiner Rede versicherte der Dritte Nationalratspräsident - mit optimistischem Blick auf die Wahl am 4. Dezember - in jedem Fall auch weiterhin an der Seite Straches stehen zu werden: "Ich werde vielleicht nicht mehr dein politischer Mitstreiter sein, aber eines verspreche ich dir: Ich werde mein Leben lang dein Freund sein." Ob dieser Worte gerührt trat Strache ans Rednerpult, wo sein Dank zunächst seiner im Saal anwesenden Mutter galt, die am gleichen Tag Geburtstag feierte: "Du hast als Alleinerzieherin Unglaubliches geleistet. Danke, dass es dich gibt, Mama, ich hab dich ganz lieb und ganz fest in meinem Herzen." Anschließend sprach er auch seiner Frau seinen Dank aus - es sei nicht leicht an der Seite eines Politikers, der "ganz vielen Anfeindungen" ausgesetzt sei. "Ich liebe dich", sagte Strache vom Rednerpult aus.

Danach dankte er seinen Vorrednern und betonte, dass der Erfolg der Partei nicht alleine sein Verdienst sei. Obwohl die FPÖ bei seiner Übernahme bei nur drei Prozent gelegen sei habe er immer an den Erfolg geglaubt: "Ich war aber von Anfang an überzeugt, dass das gelingen wird."

Und auch für die Zukunft gab sich der FPÖ-Klubobmann siegessicher: Mit Hofer werde man - "so Gott will" - nach der "wichtigsten Wahl seit Jahrzehnten" den jüngsten Bundespräsidenten der Republik haben, sagte Strache vor den zahlreichen Festgästen. Erschienen waren neben einer Reihe von aktiven und ehemaligen FPÖ-Granden u.a. auch die Klubobmänner von ÖVP und Team Stronach, Reinhold Lopatka und Robert Lugar, sowie der Zweite Nationalratspräsident Karlheinz Kopf (ÖVP).

Zum Abschluss der Veranstaltung durfte sich Strache noch über eine von Andreas Mölzer herausgegeben Festschrift freuen, bevor die Gästeschar zu einem Imbiss ins Büro des Dritten Nationalratspräsidenten geladen wurde.

(ib/APA)

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