Jugendforscher: Sebastian Kurz ist "zu beliebt beim Volk"

Der Außenminister hängt in einer Umfrage in puncto Sympathie und Glaubwürdigkeit Kanzler Kern und FPÖ-Chef Strache bei jungen und älteren Wählern ab.

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP)
Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP)
Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) – APA/HANS KLAUS TECHT

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) weist unter Österreichs Politikern laut einer Umfrage die besten Imagewerte bei Jung und Alt aus. Sowohl bei 16- bis 24-jährigen Jungwählern als auch bei 55- bis 65-Jährigen kommt Kurz auf die höchsten Zuverlässigkeits-, Glaubwürdigkeits- und Sympathiewerte und liegt jeweils deutlich vor Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) sowie FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.

Bei den Jungen liegt der Außenminister laut der Eigenstudie der tfactory Trendagentur in Kooperation mit dem Institut für Jugendkulturforschung in puncto Vertrauen mit 51 Prozent vor Kern (er kommt auf 40) und Strache (14). Bei den Älteren gelingen Kurz demnach noch bessere Werte: 36 Prozent der Jungwähler halten Kurz für glaubwürdig, die Werte für Kern und Strache liegen bei 25 bzw. 11 Prozent. Bei der Frage nach der Zuverlässigkeit bekam Kurz 28 Prozent Zustimmung von den 16- bis 24-Jährigen, sympathisch ist Kurz 36 Prozent der Befragten. Bei den Älteren fällt das Bild ähnlich aus, nur mit teils höheren Werten.

Hofer genießt mehr Vertrauen als Strache

Außerdem ist aus Sicht von 38 Prozent der Jungwähler Kurz jener der drei Politiker, der eine gute Politik macht. Kern billigen dies 17 Prozent zu, Strache 12 Prozent. Kurz erzielte in der Umfrage, die im November durchgeführt und nun unter dem Titel "Politik im Generationenvergleich" veröffentlicht wurde, auch deutlich bessere Werte als ÖVP-Parteiobmann Reinhold Mitterlehner. Ähnlich die Lage bei der FPÖ: Dort kam der Dritte Nationalratspräsident und Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer auf bessere Vertrauenswerte als Parteichef Strache.

Mit Kurz sei für die ÖVP bei Wahlen wohl mehr zu gewinnen als mit Mitterlehner, heißt es in den Presseunterlagen zur Studie. "Sebastian Kurz wird für alle, ob innerhalb oder außerhalb der ÖVP, zum Problem. Zu beliebt beim Volk", kommentierte der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier auf Twitter (siehe unten) das Ergebnis mit ironischem Ton.

Wenig Stimmen sind laut der Erhebung, für die 500 Jugendliche und 300 Ältere online befragt wurden, mit einer Politik zu machen, die auf den Austritt Österreichs aus der Europäischen Union abzielt. Sowohl bei den Jungwählern als auch bei den Älteren ist eine Mehrheit für den Verbleib in der EU. So sprechen sich 69 Prozent der 16- bis 24-Jährigen sowie 60 Prozent der 55- bis 65-Jährigen dezidiert gegen einen EU-Austritt aus.

>>> Link zur Studie "Politik im Generationenvergleich"

(APA)

Meistgelesen
    Kommentar zu Artikel:

    Jugendforscher: Sebastian Kurz ist "zu beliebt beim Volk"

    Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
    Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.