Rechtsstreit: Strache zahlt 12.000 Euro an Wiener Frauenhäuser

Der FPÖ-Chef hatte der Staatssekretärin ein Naheverhältnis zu islamistischen Terroristen unterstellt. Sie ist überzeugt, "dass diese Zahlung mehr hilft, als ein Widerruf".

 FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache
 FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache – (c) Stanislav Jenis

Nach der von Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) gewonnen Unterlassungsklage gegen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat dieser nun 12.000 Euro an den Verein Wiener Frauenhäuser bezahlt. Duzdar und Strache hatten sich auf diese Zahlung anstelle eines öffentlichen Widerrufs geeinigt, hieß es im Büro der Staatssekretärin am Mittwoch.

"Ich bin davon überzeugt, dass diese Zahlung mehr hilft, als ein öffentlicher Widerruf", so Duzdar. "Denn so kann konkret Frauen geholfen werden, die von Gewalt bedroht sind bzw. denen Gewalt angetan wurde. Ein öffentlicher Widerruf hätte zwar Genugtuung gebracht, aber niemandem konkret geholfen."

In der Klage ging es um Äußerungen Straches in der ORF-Sendung "Runder Tisch" vom 18. Mai. Diese hätten vom Zuseher laut der Klägerin so verstanden werden können, dass Duzdar in einem Naheverhältnis zu islamistischen Terroristen stehe und insbesondere auch palästinensische Terroristen nach Österreich eingeladen hätte. Das Urteil lautete auf Unterlassung und öffentlichen Widerruf.

(APA)

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