"Unbeschreiblich traurig": Tod von Sabine Oberhauser überschattet Opernball

Kanzler Christian Kern bat mit Tränen in den Augen um eine Trauerminute für die verstorbene Gesundheitsministerin. Wie Präsident Alexander Van der Bellen verließen die SPÖ-Minister kurz nach der Eröffnung den Ball.

Der Kanzler und der Präsident während der Trauerminute
Der Kanzler und der Präsident während der Trauerminute
Der Kanzler und der Präsident während der Trauerminute – APA/GEORG HOCHMUTH

Der Tod von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) nur wenige Stunden vor der Eröffnung überschattete am Donnerstag den Opernball. Die SPÖ-Vertreter und der Bundespräsident blieben nur kurz in der Staatsoper - und sowohl Kanzler Christian Kern als auch Alexander Van der Bellen erklärten im Fernsehen sichtlich tief erschüttert den Grund für ihren Abschied gleich nach einer Trauerminute.

"Meine Gedanken sind bei Sabine Oberhauser", erklärte Van der Bellen - in der ORF-Liveübertragung - den Grund dafür, dass er nur kurz zur Eröffnung in die Staatsoper kam.

Kaum seine Tränen zurückhalten konnte Kern - der die Ballgäste zur Trauerminute für die verstorbene "Kollegin und Freundin" einlud. Oberhauser sei ein "großartiger Mensch voller Lebenslust und Lebensfreude" gewesen, die es sicherlich "schätzen würde, wenn Sie sich heute amüsieren", bat er um "Gedenken an eine große Frau". Der Opernball sei "ein Fest der Freude" und "der Ball der Republik Österreicher", aber "manchmal holt einen das Leben auf den Boden der Realität zurück", sagte Kern.

Die Regierungsmitglieder, die sich für die Eröffnung in der Mittelloge rund um Van der Bellen versammelt hatten, konnten alle ihre Betroffenheit über den Tod Oberhausers nicht verbergen. Die SPÖ-Mannschaft und Van der Bellen verließen die Oper gleich nach der Eröffnung. Die ÖVP-Ministerriege, angeführt von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, wollte ebenfalls nicht lange bleiben; sie hatten allerdings Staatsgäste geladen.

"Dieser Opernball ist leider von einem sehr traurigen Ereignis überschattet", sagte Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter. Er nehme am "Staatsball" dennoch teil, habe auch einen Gast eingeladen. Als "Ausdruck der Trauer" werde er jedoch nicht tanzen.

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