Erstes Gebetsfrühstück im Parlament

200 Gäste aus 27 Ländern bei einer Premiere im Hohen Haus: Dort fand ein Nationales Gebetsfrühstück nach dem US-Vorbild statt. Mit dabei neben Christen war auch ein Muslim.

Das Parlament in Wien
Das Parlament in Wien
APA/ROLAND SCHLAGER

Die Tradition des Gebetsfrühstück entstand vor mehr als 60 Jahren. In den USA nehmen seit Eisenhower die Präsidenten, Demokraten wie Republikaner, daran teil, zuletzt Trump, Obama, Bush und Clinton. Ähnliche Veranstaltungen fanden kürzlich in den Parlamenten in Berlin, Washington D.C., Brüssel, Kiew und Jerusalem, sowie in vielen anderen Hauptstädten statt. Am Mittwoch war es in Wien so weit. 36 Politiker aus vier Fraktionen luden zum ersten Nationalen Gebetsfrühstück in das Parlament.

Rupprechter neben Hofer, Zeilinger und Habsburg

Prominenteste Teilnehmer waren Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter, die Präsidentin des Bundesrats Sonja Ledl-Rossmann (beide ÖVP), Dritter Nationalratspräsident Norbert Hofer (FPÖ), ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka, SPÖ-Wien-Demokratiesprecher Peko Baxant, die stellvertretende Klubobfrau des Team Stronach Waltraud Dietrich, EU-Parlamentarierin Barbara Kappel (FPÖ), die Vizepräsidentin des Verfassungsgerichtshofs Brigitte Bierlein, der Präsident der österreichischen Akademie der Wissenschaften Anton Zeilinger.

Von den Religionsgemeinschaften waren unter anderen anwesend: die katholischen Weihbischöfe Franz Scharl und Stephan Turnovsky, der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej und der Vorsitzende der kürzlich anerkannten Freikirchen Edwin Jung. Als Wirtschaftsvertreter waren unter anderen Peter Oswald, Karl Habsburg und Karlheinz Essl mit dabei.

Besserer Umgang im Alltag?

Die Organisator/innen vertreten die Auffassung, dass Glaube und Religion für den einzelnen Menschen sowie für die Gesellschaft im Ganzen eine wichtige und positive Rolle spielen. Besonders hoben sie die überparteiliche und interkonfessionelle Zusammenarbeit hervor. Der frühere ÖVP-Mandatar Josef Höchtl als Gründer der Gruppe: "Wir versuchen, uns über die Parteigrenzen hinweg auf persönlicher Ebene zu finden im Geiste des Glaubens, vertreten sind Katholiken, Protestanten und auch ein Moslem." Dadurch solle auch erreicht werden, im politischen Alltag respektvoller miteinander umzugehen.

 

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