Experte: Gesetz zur Primärversorgung ist eine Totgeburt

Der Nationalrat stellt die Weichen für die Schaffung von 75 Primärversorgungszentren österreichweit.

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Symbolbild – (c) Fabry

Bis zuletzt wurde am Dienstag um Details zum Primärversorgungsgesetz gefeilscht, das am Mittwoch im Nationalrat beschlossen werden soll. Das Gesetz bildet die Basis für eine weitreichende Umgestaltung des Gesundheitswesens: Bis zum Jahr 2021 sollen österreichweit 75 Primärversorgungseinheiten entstehen und teilweise die Hausärzte ersetzen. Die Idee hinter der Primärversorgung: Mehrere Ärzte und Mitglieder anderer Gesundheitsberufe arbeiten zusammen und bieten ein breites Versorgungsspektrum und attraktive Öffnungszeiten an. Damit sollen die Spitäler entlastet und dem sich abzeichnenden Ärztemangel am Land begegnet werden. Die Ärztekammer betrachtete die Initiative immer skeptisch. Aber auch der Gesundheitsexperte Ernest Pichlbauer, an sich ein Anhänger der Idee der Primärversorgung, hält das nun vorliegende Gesetz für nicht sinnvoll. Zwei erst im Zuge der Begutachtung eingefügte Änderungen würden dazu führen, dass aus dem Gesetz eine „Totgeburt“ wird.

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