SOS Mitmensch kritisiert Lücken beim Bildungszugang für Asylwerber

Die Menschenrechtsorganisation fordert eine bundesweit einheitliche Strategie, die Ausweitung der Ausbildungspflicht bis 18 auf Asylwerber und die vollständige Öffnung der Lehre.

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Symbolbild: Lehrling
Symbolbild: Lehrling – (c) Clemens Fabry (Presse)

Die Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch ortet zahlreiche Lücken und Hürden beim Bildungszugang von jungen Asylwerbern. Um die Situation zu verbessern, forderte die NGO am Donnerstag in einer Aussendung eine bundesweit einheitliche Strategie, die Ausweitung der Ausbildungspflicht bis 18 auf Asylwerber und die vollständige Öffnung der Lehre.

Für die Erhebung des Bildungszugangs von nicht mehr schulpflichtigen Asylwerbern hat SOS Mitmensch sich etwa die Bildungsmöglichkeiten in den Bundesländern angeschaut und mit Helfern und Betroffenen Gespräche geführt. Zwischen den Ländern gebe es "gravierende Unterschiede", sowohl was vorhandene Bildungs- und Ausbildungsplätze als auch was Wartezeiten, die Mobilitätsinfrastruktur und den Informationsfluss betreffe.

Problematisch seien etwa abgelegene Quartiere und damit weite Anfahrtswege zu Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen bzw. fehlende öffentliche Verkehrsmittel.

"Ein bundesweites Bildungs- und Integrationskonzept sucht man vergeblich", kritisiert Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch. "Dabei müsste allen klar sein, dass Bildung ein zentrales Tor zu persönlicher Weiterentwicklung, zu Chancen am Arbeitsmarkt und zu Demokratieverständnis ist."

(APA)

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