Nationalratswahl: Kurz sagt erstes Duell gegen Kern ab

Das Aufeinandertreffen der beiden Spitzenkandidaten hätte am 6. September in der Ö1-Reihe "Im Klartext" stattfinden sollen.

Sebastian Kurz, Christian Kern
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Sebastian Kurz, Christian Kern
Sebastian Kurz, Christian Kern – REUTERS

Der ÖVP-Chef und Außenminister Sebastian Kurz hat sein erstes mediales Duell mit Kanzler Christian Kern (SPÖ) zur Nationalratswahl abgesagt. Dieses hätte am 6. September in der Ö1-Reihe "Im Klartext" stattfinden sollen. Kurz ist an diesem Tag beim informellen EU-Außenministertreffen in Tallinn. Ein Ersatztermin habe seitens des Ministerbüros nicht gefunden werden können, teilte Ö1 am Freitag mit.

Laut ORF findet die Veranstaltung "Im Klartext" weiterhin am 6. September statt. Das TV-Duell zwischen Kern und Kurz im Öffentlich-rechtlichen ist weiterhin für den 11. Oktober geplant.

Die SPÖ hat Sebastian Kurz' Absage scharf kritisiert. Der ÖVP-Chef scheine sich vor der inhaltlichen Auseinandersetzung mit Kern zu fürchten, erklärte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler am Freitagabend in einer Aussendung.

SPÖ: Faule Ausrede

"Wenn man keine Idee hat, wo man hinwill mit dem Land, dann kann eine Stunde schon verdammt lang sein", wetterte Niedermühlbichler gegen Kurz. Den informellen EU-Außenministerrat in Estland am 7. September bezeichnete Niedermühlbichler als faule Ausrede: "Am Abend wird diskutiert, am nächsten Tag zu Mittag startet der EU-Rat. Wenn man will, dann geht das."

Ein ÖVP-Sprecher erklärte gegenüber der APA, dass Kurz als Koordinator der EVP-Außenminister bereits im Vorfeld der Ratssitzung ein Treffen der EVP-Minister leite und zusätzlich bilaterale Gespräche mit Amtskollegen in Tallinn führe, weshalb er sich schon am 6. September in der estnischen Hauptstadt befinde. Die ÖVP verweist darauf, dass Kurz insgesamt mindestens fünfmal im Fernsehen mit Kern diskutieren wird, davon zweimal in einer Zweierkonfrontation, zuerst auf Puls 4, danach im ORF-Fernsehen.

Kurz: "Diskutiere auch gern ein siebentes Mal mit ihm"

"Kurz freut sich auf die fünf bisher fixierten direkten Aufeinandertreffen mit Kern und diskutiert gern auch ein sechstes oder siebentes Mal mit ihm. Wir bitten aber um Verständnis, dass wir uns bei der Terminfindung nicht allein nach der SPÖ-Parteizentrale richten, sondern auch Termine des EU-Außenministerrats berücksichtigen müssen", so der ÖVP-Sprecher.

(APA)

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