Silberstein und die Goldminen von Steinmetz

Geldwäsche, Bestechung: Die Beweislage gegen Silberstein und Steinmetz ist laut Behörden stichfest.

Am Montag in Israel festgenommen: Geschäftsmann und Politikerberater Tal Silberstein (links) und Milliardär Beny Steinmetz.
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Am Montag in Israel festgenommen: Geschäftsmann und Politikerberater Tal Silberstein (links) und Milliardär Beny Steinmetz.
Am Montag in Israel festgenommen: Geschäftsmann und Politikerberater Tal Silberstein (links) und Milliardär Beny Steinmetz. – (c) APA/AFP/JACK GUEZ; Montage: Die Presse

Jerusalem. Der israelische Milliardär Beny Steinmetz gibt sich selbst als das Opfer. Mit den Vorwürfen der Korruption, Geldwäsche und Behinderung der Justiz will er nichts zu tun haben. Vor Gericht habe er sich stets kooperativ gezeigt, nun behandle man ihn in Israel, wie man es von „totalitären Staaten kennt“. Seit Anfang der Woche sitzt Steinmetz zusammen mit seinem strategischen Berater Tal Silberstein in Untersuchungshaft. Silberstein steht im Verdacht der Steuerhinterziehung. Einen dritten Hauptverdächtigen, den früheren Bankenchef David Granot, entließ der Richter.

Bereits vergangenen Dezember musste sich Steinmetz wegen des Verdacht der Korruption stellen und durfte das Land über mehrere Monate nicht verlassen. Zu einer Anklage kam es nicht. Laut polizeilicher Ermittlung, an der das FBI sowie die Schweizer Polizei mitwirkt, sei die Beweislage diesmal hieb- und stichfest.

Während Steinmetz vor dem Richter mal als gebrochener Mann erscheint, mal wütend mit scharfer Kritik um sich schießt, zeigt Silberstein mehr Zurückhaltung. Seine Verhaftung trifft genau zwei Monate vor den Wahlen in Österreich die Sozialdemokraten wie ein Schlag ins Gesicht, denn Silberstein war für Bundeskanzler Christian Kern als Berater und Meinungsforscher tätig. Die SPÖ stellte die Zusammenarbeit am Montag umgehend ein.

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