Pilz als Mitarbeiter? Kein Enthusiasmus im Klub

Pilz-Mitstreiter Bruno Rossmann ist von der Idee „nicht wahnsinnig begeistert“, Holzinger noch unschlüssig.

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Peter Pilz und Bruno Rossman.
Peter Pilz und Bruno Rossman. – (c) APA/ROLAND SCHLAGER

Wien. Für den ehemaligen Grünen und nunmehrigen Pilz-Abgeordneten Bruno Rossmann ist eines klar: Er wird den in Bedrängnis geratenen Parteichef, Peter Pilz, nicht als seinen parlamentarischen Mitarbeiter anstellen. „Ich richte die Personalauswahl nach meinen Inhalten aus“, sagt Rossmann im Gespräch mit der „Presse“.

Pilz, der wegen Vorwürfen sexueller Belästigung auf sein Nationalratsmandat verzichtet hat, hatte zuletzt im „Kurier“ eine Rückkehr als parlamentarischer Mitarbeiter überlegt. Sollte ein weiterer Eurofighter-U-Ausschuss eingesetzt werden, könne er dann als Mitarbeiter neben einem fragenden Abgeordneten sitzen. „Dafür bin ich mir nicht zu gut“, sagte Pilz.

Rossmann ist von dieser Idee „a priori nicht wahnsinnig begeistert“. Um sein Know-how einzubringen, müsse Pilz nicht Mitarbeiter im Parlamentsklub sein. Man werde diese Frage aber ausführlich im Klub der Liste Pilz diskutieren. Nachdem sich dieser nun konstituiert habe, sei das Wichtigste jedoch: „Wir müssen jetzt einmal anfangen zu arbeiten.“

Laut Rossmanns Klubkollegin Daniela Holzinger-Vogtenhuber soll bei einem Treffen kommende Woche über die Idee von Pilz als parlamentarischem Mitarbeiter diskutiert werden. Sie habe sich noch keine Meinung gebildet. „Dafür spricht das Know-how von Peter Pilz, auf das ich nicht verzichten will. Ich weiß aber nicht, ob das die Variante ist, in der er sich am besten einbringen kann.“ (beba)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.11.2017)

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