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Der Grasser-Prozess

Dossier Start des Korruptionsprozesses um die Buwog-Privatisierung: "Die Presse" beleuchtet neue Aspekte, zeigt Querverbindungen auf und blickt hinter die Kulissen des Gerichtsbetriebs. Im Mittelpunkt: Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser.

Text: Hellin Jankowski, Hedi Schneid, Manfred Seeh.
Illustrationen: Marin Goleminov. Grafik: Katrin Nussmayr, Gregor Käfer.

Spannung bis zuletzt: Der Oberste Gerichtshof klärt erst ganz kurz vor Beginn der Buwog-Verhandlung die Richter-Zuständigkeit. Und gibt grünes Licht für den größten Korruptionsprozess der österreichischen Justizgeschichte.

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe gegen 15 Personen. Diesen drohen jeweils bis zu zehn Jahre Haft. Als Mastermind eines Bestechungskarussells angeklagt: Karl-Heinz Grasser. Mitbeschuldigt sind unter anderem die Lobbyisten Walter Meischberger und Peter Hochegger, der Immobilien-Tycoon Ernst Karl Plech und der ehemalige Chef der Constantia Privatbank Karl Petrikovics. Ob die Anklage hält, ist offen. Es liegt kein einziges Geständnis vor.

Ein "Presse"-Dossier erklärt, wie das System "Grasser" laut Anklage funktioniert haben soll, wer (mutmaßlich) die Hand aufhielt. Und welch abenteuerlichen Wege die Bestechungszahlungen genommen haben sollen. Zudem werden mögliche Schwächen der Anklage aufgezeigt. Und natürlich wird ausführlich analysiert: Was ist denn da seit Monaten mit der Richterin los?

Darüber hinaus erläutern Psychologen, wie sich bestimmte Verhaltensweisen der Angeklagten auf die Urteilsfindung auswirken.

Das ist drin:

  • Dieses Dossier hat 9 Kapitel

Über dieses Dossier

825 Seiten Anklageschrift, 617 Seiten Gegenschrift, 15 Angeklagte, zwei Affären, eine umstrittene Richterin. Angeführt wird die Riege der Beschuldigten im bisher größten Korruptionsprozess Österreichs von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, den Lobbyisten Walter Meischberger und Peter Hochegger sowie Immobilien-Tycoon Ernst Karl Plech – ihre Namen tauchen in der Causa Buwog und der Affäre Terminal Tower immer wieder auf. Der Grundvorwurf der Untreue zulasten der Republik könnte allen Verdächtigen je bis zu zehn Jahre Haft eintragen. Alle Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe vehement.

Die „Presse“ informiert in diesem Dossier über alle 15 Angeklagten, das Gezerre um die Richterin, erklärt alle Vorwürfe und Wendungen im Detail – und beantwortet außerdem die Fragen: Wie sollten sich die Angeklagten (nicht) verhalten? Und was wurde eigentlich aus Buwog und Terminal Tower?

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