Tiroler FPÖ wahlkämpft mit fahrendem Würstelstand

Die Freiheitlichen haben ihre letzte Plakatwelle vor der Landtagswahl am 25. Februar präsentiert. Das zentrale Thema: "Gerechtigkeit".

Markus Abwerzger
Markus Abwerzger
Markus Abwerzger – APA/EXPA/STEFAN ADELSBERGER

Die Tiroler FPÖ hat am Montag ihre zweite und finale Plakatwelle für die Landtagswahl am 25. Februar präsentiert. Zentrale Botschaft der Sujets, die Spitzenkandidaten Markus Abwerzger in Szene setzen, ist der Begriff "Gerechtigkeit". Zudem stehe in den kommenden drei Wochen eine "Fairnesstour" durch alle Bezirke am Programm. Neben einem Tourbus kommt auch ein fahrender Würstelstand zum Einsatz.

Das Wahlkampffinale wird am 22. Februar in der "Minarettgemeinde" Telfs über die Bühne gehen. Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wird zugegen sein und zum Abschluss noch einmal die Werbetrommel für den Tiroler Ableger mit Spitzenkandidat Abwerzger rühren.

"Wir brauchen eine einheitliche Mindestsicherung"

Mit dem affichierten Slogan "Gerechtigkeit garantiert" wollen die Freiheitlichen eines ihrer zentralen Wahlkampfthemen in den Vordergrund rücken, so Abwerzger: "Gerechtigkeit ist ein hohes Anliegen. Wir stehen für ein gerechtes Tirol". Dass hierzulande dieses Gut "nicht immer an oberster Stelle" stehe, könnte man etwa beim Thema Mindestsicherung sehen. "Mittlerweile sind 60 Prozent der Bezieher Ausländer", betonte der FPÖ-Chef. Und mancher Mindestpensionist im bäuerlichen Bereich erhalte mit Ausgleichszulage in etwa gleich viel.

Abwerzgers Hoffnungen ruhen diesbezüglich auf der türkis-blauen Bundesregierung: "Wir brauchen eine einheitliche Mindestsicherung, um Sozialtourismus zu verhindern". Den Vorschlag von Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP), wonach im Zuge eines "klaren Föderalismus" die Mindestsicherung in die Kompetenz des Bundes fallen könnte, findet Abwerzger "prinzipiell begrüßenswert". Es müsse aber sichergestellt werden, dass auf Härtefälle im Land reagiert werden könne.

Als weitere blaue Anliegen nannte Abwerzger die Obdachlosigkeit und das hohe Gefälle zwischen den Löhnen und den Lebenserhaltungskosten. Tirol habe vergleichsweise die niedrigsten Löhne aber die höchsten Lebenshaltungskosten, so der Tiroler FPÖ-Chef: "17 Prozent der Einkommen im Land liegen unter der Armutsgrenze". Außerdem beklagte der FPÖ-Chef die "soziale Kälte der Landesregierung". "Wir haben mehrmals versucht, den Bezieherkreis beim Heizkostenzuschuss zu erweitern, unsere Anträge wurden im Landtag aber immer abgelehnt". Auch bei der Entschädigung der Heimopfer liege vieles im Argen. Betroffene seien zum Teil in lange Prozesse verwickelt worden, bis es letztlich zur Verjährung gekommen sei. Dabei handle es sich um einen der "größten Skandale" in Tirol, betonte Abwerzger: "Da hätte man bessere Lösungen finden müssen".

(APA)

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