"Linkswende" darf Strache den Mittelfinger zeigen

Im politischen Zusammenhang sei das Zeigen des Mittelfingers erlaubt, urteilt das Oberlandesgericht Wien. Der FPÖ-Chef hatte die Gruppe wegen Beleidigung geklagt.

Ausschnitt des Videos der ''Linkswende''
Ausschnitt des Videos der ''Linkswende''
Ausschnitt des Videos der ''Linkswende'' – (c) Screenshot: Youtube

Die "Linkswende" darf FPÖ-Chef Vizekanzler Heinz-Christian Strache - im politischen Zusammenhang - den Mittelfinger zeigen. Das habe ein nun rechtskräftiges Urteil ergeben, nachdem Strache die Gruppierung wegen Beleidigung geklagt hatte, teilte "Linkswende jetzt" mit. Das Oberlandesgericht Wien bestätigte am Mittwoch, dass die Berufung Straches gegen das erstinstanzliche Urteil zurückgewiesen wurde.

Die Gruppierung hatte vor der Nationalratswahl 2017 ein Youtube-Video gedreht, in welchem dem nunmehrigen Beamten- und Sportminister von mehreren Protagonisten der Mittelfinger gezeigt wurde und gleichzeitig ein "Fuck Strache" entgegengeschleudert wurde.

Laut "Linkswende" hatte das Wiener Landesgerichts in einem erstinstanzlichen Urteil vom 14. Dezember entschieden, dass "eine derartige Ablehnung gegen einen führenden Politiker" auch "auf schockierende und provozierende Art und Weise geäußert werden kann", dies sei "elementarer Bestandteil der Meinungsfreiheit".

Am Mittwoch wurde am OLG über Straches Berufung verhandelt und sein Antrag zurückgewiesen, bestätigte ein Gerichts-Sprecher. Die "Linkswende" folgert daraus, dass nun jeder im politischen Zusammenhang dem Beispiel folgen und sagen dürfe: "Ich sage Fuck Strache, weil...". Der Sprecher der Gruppierung, David Albrich, sieht in dem Urteil auch einen "Sieg für die Meinungs- und Pressefreiheit insgesamt", wie er ausführte.

>>> Video der "Linkswende"

(APA)

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