Was wurde eigentlich aus Kerns Ministern?

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Alois Stöger (SPÖ)

Die Jobsuche kann schwer sein – auch oder sogar gerade für Ex-Minister. Es sei denn, der einstige Arbeitgeber nimmt einen zurück oder man macht sich selbstständig. Ersteres ist dem früheren Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) gerade passiert. Er dockt wieder bei der früheren Metallergewerkschaft an.

Von Julia Neuhauser und Thomas Prior

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
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Hans Jörg Schelling (ÖVP)

Auf die Selbstständigkeit setzt offenbar Ex-Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP). Ihm wurde zuletzt die Gründung einer Firma mit dem Namen "Finanzminister Mag. Dr. Johann Georg Schelling Unternehmensberatung" nachgesagt. So stimmt das zwar nicht. Seinen alten Gewerbeschein als Unternehmensberater hat der vielfache Millionär aber tatsächlich wieder aufleben lassen, wie er selbst sagte. Und was wurde eigentlich aus den anderen Mitgliedern des Kabinetts Christian Kern?

(c) REUTERS (LEONHARD FOEGER)
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Wolfgang Brandstetter (ÖVP)

Den wohl umstrittensten Jobwechsel hat Ex-Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) in der Vorwoche vollzogen. Damit ist nicht seine Professur an der Wirtschaftsuni, sondern sein Richterposten am Verfassungsgerichtshof, den er der ÖVP verdankt, gemeint.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Reinhold Mitterlehner (ÖVP)

Politisch versorgt könnte auch Ex-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) werden. Er wird als ein möglicher Nachfolger von Nationalbankpräsident Claus Raidl, der bis August im Amt ist, gehandelt. Vorerst wird er aber für die oberösterreichische Kleinwasserkraft-Technologiefirma Global Hydro tätig. Kommende Woche soll er in den Gesellschafterbeirat des Mühlviertler Unternehmens einziehen. Außerdem hält Mitterlehner Vorträge, berät Unternehmen und lobbyiert, wie er selbst sagte, im besten Sinne des Wortes. Im Herbst hat er dazu mit der „Mitterlehner Projektentwicklung und Strategieberatung GmbH“ eine eigene Firma gegründet.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Harald Mahrer (ÖVP)

Ebenso noch heuer wird Ex-Wirtschaftsminister Harald Mahrer (ÖVP) aller Wahrscheinlichkeit nach die Leitung der Wirtschaftskammer von Christoph Leitl übernehmen. Als Präsident des Wirtschaftsbundes hat er ihn bereits abgelöst.

(c) imago/Manfred Siebinger (Manfred Siebinger)
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Sophie Karmasin (ÖVP)

Sophie Karmasin (ÖVP) hat bei ihrem Abschied als Familienministerin angekündigt, wieder ihren Beruf als Meinungsforscherin aufzunehmen.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Andrä Rupprechter (ÖVP)

Ex-Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) saß bis Ende Jänner im Nationalrat. Dann legte er sein Mandat zurück und wechselte zu seinem früheren Arbeitgeber ins Generalsekretariat des Rates der EU.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Christian Kern (SPÖ)

Ganz anders sieht die Situation bei der einstigen roten Regierungsmannschaft aus. Hier haben fast alle die Regierungsbank gegen Abgeordnetensessel getauscht. Ex-Kanzler Christian Kern bemüht sich, in die Rolle des Oppositionspolitikers zu finden. Immer wieder wird ihm ein Wechseln in die Privatwirtschaft nachgesagt. „Sie werden länger mit mir vorliebnehmen müssen“, stellte er das in der „Presse am Sonntag“ in Abrede. Als Parteivorsitzender will er die SPÖ in die nächste Nationalratswahl führen.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Thomas Drozda (SPÖ)

Hinter und neben ihm, auf den Abgeordnetenbänken, haben etliche Ex-SPÖ-Minister Platz genommen: Thomas Drozda (Kunst und Kultur), ...

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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... Jörg Leichtfried (SPÖ, Verkehr), ...

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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... Sonja Hammerschmid (SPÖ, Bildung) ...

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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... und die ehemalige SPÖ-Staatssekretärin im Kanzleramt Muna Duzdar etwa. Letztere will in ihren Anwaltsjob zurückkehren. Auch Alois Stöger sitzt übrigens im Nationalrat – ein Gewerkschaftsjob und ein SPÖ-Mandat haben sich noch nie widersprochen.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Pamela Rendi-Wagner (SPÖ)

Ob auch alle die gesamte Legislaturperiode im Parlament bleiben, wird sich weisen. Bei Ex-Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner, die ebenso im Parlament sitzt, wollen die Wechselgerüchte nicht verstummen. Sie gilt als mögliche Kandidatin für das Gesundheitsressort in der Wiener Stadtregierung unter Bürgermeister Michael Ludwig.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Hans Peter Doskozil (SPÖ)

Andere haben sich bereits aus der Bundespolitik verabschiedet. Ex-Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil ist heute Finanzlandesrat im Burgenland und Kronprinz von Hans Niessl. Im Herbst übernimmt er die Landes-SPÖ. Landeshauptmann wird er spätestens im Frühjahr 2019.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)