SPÖ startet als erste Partei in Salzburger Wahlkampf

Die Salzburger Sozialdemokraten hätten den Weltfrauentag bewusst zum Auftakt für die Landtagswahl gewählt, sagte Parteichef Steidl. Unterstützung kam von Bundesparteichef Kern.

SALZBURG-LANDTAGSWAHL: WAHLKAMPFAUFTAKT DER SPOe SALZBURG / STEIDL, KERN
SALZBURG-LANDTAGSWAHL: WAHLKAMPFAUFTAKT DER SPOe SALZBURG / STEIDL, KERN
Bundeskanzler Kern unterstützt den Salzburg SP-Chef Steidl beim Wahlkampfauftakt – APA/BARBARA GINDL

Als erste Partei ist am Donnerstagabend die Salzburger SPÖ mit einer Auftaktveranstaltung in den Wahlkampf für die Landtagswahl am 22. April gestartet. Um 19.20 Uhr zogen die Parteispitzen zu Klängen der Band "Gruppe Gastein" in das Gewölbe der Stiegl-Brauerei ein. Getreu dem Motto der Salzburger Brauerei versprach Parteichef Walter Steidl bereits am Vormittag eine "Politik auf höchster Stufe".

Als die SPÖ - damals vom gerade erst in die Luft gegangenen Finanzskandal schwer angeschlagen - vor fünf Jahren den vergangenen Wahlkampf einläutete, stellte sie noch den Bundeskanzler, die Landeshauptfrau und den Bürgermeister der Landeshauptstadt. Beim heutigen Auftakt konnte sie keinen dieser Würdenträger mehr aufbieten, weil alle drei Ämter seither an die ÖVP verloren gingen.

Vizebürgermeister Bernhard Auinger, der im Dezember in der Stichwahl nur ganz knapp am ÖVP-Kandidaten Harald Preuner gescheitert war, begrüßte quasi als Hausherr heute die Gäste, an der Spitze Bundesparteichef Christian Kern (Auinger: "Er ist weiterhin unser Kanzler"), der staubedingt etwas zu spät kam - symptomatisch für den Salzburger Wahlkampf, in dem die Verkehrsprobleme eines der großen Themen ist. Auinger versprach gleich zu Beginn in Richtung Spitzenkandidaten: "Unter dem Motto 'rennen, rennen, rennen', werden wir für euch alle rennen."

Als Tag für die Veranstaltung hat die SPÖ laut Steidl ganz bewusst den Weltfrauentag gewählt, "weil er viel mit unserer großartigen Geschichte zu tun hat". Die Sozialdemokratie habe sich immer Gleichberechtigung und Chancengleichheit auf die Fahnen geheftet, und es sei mit Elfriede Karl eine Salzburgerin gewesen, die in der Ära Kreisky erste Frauenstaatssekretärin in Österreich wurde.

(APA)

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