Wien

Wien: Saya Ahmad wird SPÖ-Bezirksvorsteherin in linker Hochburg

Alsergrund. Die Nachfolge von SPÖ-Bezirkschefin Martina Malyar in der Hochburg des linken Flügels wurde per Kampfabstimmung entschieden.

In einer Hochburg der Wiener SPÖ steht nun wieder eine Kampfabstimmung an.
In einer Hochburg der Wiener SPÖ steht nun wieder eine Kampfabstimmung an.
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Die Entscheidung ist gefallen. Die 33-jährige Saya Ahmad folgt Martina Malyar nach und wird neue SPÖ-Bezirksvorsteherin am Alsergrund, dem neunten Wiener Gemeindebezirk. Dieser innerstädtisch-urbane Bezirk gilt als  grün-affine Hochburg des linken Flügels.

Ahmad setzte sich am späten Montagabend in einer Kampfabstimmung mit 71 zu 26 Stimmen gegen Thomas Liebich durch, den bisherigen SPÖ-Vize-Bezirksvorsteher. Malyar wird sich offiziell am 25. Juni zurückziehen.

Die aus dem Irak stammende Kurdin Ahmad war SPÖ-Vizeklubchefin im Bezirk und auch Pressesprecherin von Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger

Für die SPÖ war es die zweite Kampfabstimmung innerhalb von Wochen - nach dem Landesparteitag Ende Jänner zur Klärung der Nachfolge von Bürgermeister Michael Häupl.

Der Antritt von Ahmad wurde von manchem in der SPÖ mit Verwunderung gesehen – gilt es doch SPÖ-intern als fix, dass ihr Mann, Gemeinderat Marcus Gremel, in der nächsten Zeit SPÖ-Parteichef des Alsergrund wird; weshalb in manchen SPÖ-Kreisen irritiert gefragt wurde: „Familienbetrieb?“

Dazu trat Ahmad gegen Thomas Liebich an, der seit Jahren auf die Nachfolge von Malyar vorbereitet wurde. Vor kurzem war allerdings Ahmad überraschend in den Ring gestiegen.  Dazu Malyar: "Wir waren der erste Bezirk, in dem es Mehrfachkandidaturen gab. Wir haben 20 Jahre Erfahrung damit.“

(Die Presse)

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