Der „Fall Lansky“ rückt ins Zentrum der BVT-Affäre

Dem Wiener Rechtsanwalt Gabriel Lansky wurde Spionage für Kasachstan vorgeworfen. Auch nachdem der Verdacht ausgeräumt war, soll das Bundesamt für Verfassungsschutz die beschlagnahmten Kanzleidaten nicht – wie gesetzlich vorgesehen – gelöscht haben.

Rechtsanwalt Gabriel Lansky.
Rechtsanwalt Gabriel Lansky.
Rechtsanwalt Gabriel Lansky. – (c) Photographer: Mirjam Reither

Wien. Justizminister Josef Moser hat bei seiner Pressekonferenz am Mittwoch klargestellt: Im Mittelpunkt der Ermittlungen gegen einzelne Beamte des Bundesamts für Verfassungsschutz (BVT) steht das Verfahren gegen den Rechtsanwalt Gabriel Lansky. Genauer gesagt: die nicht erfolgte Löschung der Daten, nachdem das Verfahren eingestellt worden war. Lansky, einer der schillerndsten österreichischen Anwälte mit Spezialisierung auf Wirtschaftsrecht, Menschenrechte und Medienrecht, hat eine große Kanzlei in Wien. Und er gilt als SPÖ-nahe, ist mit dem früheren Bundeskanzler Alfred Gusenbauer befreundet und hat schon mehrmals auf einem hinteren Listenplatz für die SPÖ kandidiert.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.03.2018)

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