Strolz: "Werde nie links der SPÖ herunterfallen"

Neos-Chef Matthias Strolz über die Schwierigkeiten in der Migrationsfrage – auch in seiner eigenen Partei –, eine Versicherungspflicht statt der AUVA und seine Emotionalität zwischen Betroffenheit und Theatralik.

Aichinger und Prior Matthias Strolz Loewelstr. 1010 akos Burg Akos Burg AkosBurg
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Wieso sagen Sie nicht klipp und klar, dass Sie für ein Kopftuchverbot für Mädchen in Kindergärten und Volksschulen sind?

Matthias Strolz: Ich bin gegen das Kopftuch in Volksschulen und Kindergärten. Ich glaube, das braucht keiner. Ich bin aber noch mit Fragezeichen unterwegs, ob eine gesetzliche Lösung, so wie sie die Regierung vorhat, halten kann. Man kann religiöse Kopfbedeckungen verbieten, das wird aber möglicherweise nur gehen, wenn man auch die Kippa verbietet. Wir als Neos können nicht mit einer Lösung mitgehen, die vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte nicht hält. Darüber hinaus sind andere Herausforderungen in der Integration viel größer. Wobei ich das Kopftuchthema, die Frage der Religionspraxis, nicht grundsätzlich vom Tisch wischen will. Das ist in manchen Ecken der muslimischen Glaubensgemeinschaft ein Thema. Da würde ich diese auch gern viel stärker in die Pflicht nehmen.

Wie kann man etwas ohne Gesetz verbieten?

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