Retuschiertes Wallner-Bild hat für ÖVP finanzielle Folgen

Der Fotograf, dessen Landschaftsbild für die Retusche verwendet wurde, verlangt von der ÖVP die Entfernung seines Bildes und droht mit einer Klage". Die ÖVP zeigt sich reuig.

(c) Land Vorarlberg/vol.at

Die Vorarlberger ÖVP muss den Fauxpas mit dem retuschierten Wallner-Kurz-Foto nicht nur mit eingesteckter Häme, sondern nun auch tatsächlich mit Geld bezahlen. Der Fotograf, dessen Landschaftsbild für die Retusche verwendet wurde, verlangt von der ÖVP die Entfernung seines Bildes und droht mit einer Klage, berichtete am Sonntag "Vorarlberg Online". Die ÖVP zeigt sich reuig.

Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner hatten sich Anfang April in einem Dornbirner Gasthaus zu einem Gespräch getroffen. Ein Foto davon postete Wallner, respektive sein Social Media-Team, anschließend auf Facebook, im Hintergrund an der Wand das gerahmte Bild einer Asiatin mit einer langen Zigarre im Mund. Da aufseiten der ÖVP plötzlich die Sorge aufkam, die Zigarre auf dem Bild könnte mit einem Joint verwechselt werden, wurde das Foto von Wallners Social-Media-Team retuschiert: und zwar wurde die rauchende Frau durch eine unauffällige Landschaftsaufnahme ersetzt.

An der verwendeten Landschaftsaufnahme besaß die Vorarlberger Volkspartei aber keinerlei Rechte. Der Vorarlberger Fotograf, vom dem das Bild stammt, fordert deshalb nun die Entfernung seines Fotos aus der Retusche und droht gleichzeitig mit einer Klage wegen der Verbreitung des Bildes. "Die Vorarlberger Volkspartei bedauert sehr, dass wir ein Bild ohne Werknutzungsbewilligung und Herstellerbezeichnung verwendet haben. Es war ein Fehler unserseits, und wir werden den Forderungen des Künstlers vollinhaltlich nachkommen", erklärte dazu ÖVP-Landesgeschäftsführer Dietmar Wetz. Man werde sowohl die Unterlassungserklärung veröffentlichen als auch die finanziellen Forderungen begleichen.

(APA)

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