Salzburger FPÖ-Politiker tritt nach Nazi-Posting zurück

Grund ist ein Posting von Markus Hüttenmeyer aus dem Jahr 2009. Der damals 15-Jährige hatte von "uns Nationalsozialisten" geschrieben.

Symbolfoto Facebook
Symbolfoto Facebook
Symbolfoto Facebook – imago/Rüdiger Wölk

Der Landesobmann der Freiheitlichen Jugend Salzburg und FP-Ortschef der Gemeinde Lofer, Markus Hüttenmeyer, ist am Mittwoch zurückgetreten. Erst am Dienstag war bekannt geworden, dass er 2009 im Alter von 15 Jahren in einem Facebook-Posting von "uns Nationalsozialisten" gesprochen hatte. FPÖ-Salzburg-Pressesprecher Dom Kamper bestätigte einen Bericht der Online-Plattform "Salzburg24".

"Im Gespräch mit dem Funktionär hat sich herausgestellt, dass die Anschuldigungen richtig waren. Auch wenn die Postings bald zehn Jahre alt sind, hat er die entsprechenden Schritte gezogen und alle Parteifunktionen zurückgelegt", sagte Kamper. "So ein Gedankengut hat in der FPÖ nichts verloren."

Der scheidende grüne Landtagsabgeordnete Simon Heilig-Hofbauer hatte am gestrigen 8. Mai, den "Tag der Befreiung" zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, auf die Postings von Hüttenmeyer aufmerksam gemacht. In einem Beitrag griff der FPÖ-Funktionär 2009 etwa auf ein Zitat des NS-Autors Hansjörg Männel zurück: "Für uns Nationalsozialisten darf das Bekenntnis zu einer Weltanschauung niemals zur Phrase werden, sondern es muss zu einer festen Charakterhaltung verpflichten."

Die Homepage des RFJ-Salzburg war am Mittwoch wegen "Wartungsarbeiten" offline. Auch die entsprechenden Facebook-Postings des FPÖ-Funktionärs sind verschwunden. Hüttenmeyer selbst war vorerst zu keiner Stellungnahme erreichbar.

(APA)

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