Neos-Chefsessel: 66-Jähriger fordert Meinl-Reisinger heraus

Der frühere Polizeijurist Kaspar Erath kandidiert für den pinken Vorstand.

Beate Meinl-Reisinger.
Beate Meinl-Reisinger.
Beate Meinl-Reisinger. – (c) APA/GEORG HOCHMUTH

Wien. Er war schon Landwirt, Gendarm, Kriminalbeamter, Polizeijurist und Immobilienentwickler. Aber mit 66 Jahren, da fängt das Leben bekanntlich erst an. Kaspar Erath, gebürtiger Vorarlberger und 1993 nach Wien übersiedelt, gab seine Kandidatur als Neos-Obmann bekannt. Er wird der einzige Herausforderer von Beate Meinl-Reisinger für den Posten des Neos-Chefs sein. Erath war laut seinen Angaben Wähler der Volkspartei, änderte seine selbst auferlegte Devise „ÖVP ein Leben lang“ aber aus Unzufriedenheit.

Dem weitgehend unbekannten Juristen werden kaum Chancen gegen Meinl-Reisinger gegeben. Für alle Fälle hat Erath aber auch gleich seine Kandidatur als Neos-Vizechef und als Finanzreferent miteingereicht. Als klare Favoriten für die Vizeobmannschaft gelten jedoch die Abgeordneten Nikolaus Scherak und Sepp Schellhorn.

Für den Posten des Finanzreferenten kandidiert neben Amtsinhaber Michael Bernhard und Erath auch die Wienerin Heidemarie Zimmermann. Vize-Finanzreferent wollen der Jurist Peter Frasz und die WU-Assistenzprofessorin Stéphanie Mittelbach-Hörmanseder werden. Die Neos wählen ihren Vorstand bei der Mitgliederversammlung am 23. und 24. April in Wien neu. (aich)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.06.2018)

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